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Äußerungen von Selbstmordgedanken

Suizidgefährdung entsteht in der Regel nicht über Nacht. Bemerken Angehörige oder Freunde eine besorgniserregende Entwicklung, sollten sie den Betroffenen offen ansprechen, raten Psychologen.

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass jemand, der von Selbstmord (Suizid) spricht, einen solchen nicht unternimmt. „Es ist keine Schande, dass Menschen mit schweren psychischen Störungen und in extremen Krisensituationen auch Suizidgedanken haben. Dies sollte man akzeptieren und keine Hemmung haben, einem potentiell gefährdeten Menschen entsprechende Fragen zu stellen“, rät Prof. Arno Deister von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit Sitz in Berlin. „Die betroffenen Personen empfinden es zumeist als eine Entlastung, wenn jemand offenbar erkennt, wie schlecht es ihnen geht und sie darauf anspricht“, ergänzt der Experte.

Betroffenen zu Behandlung motivieren
„Falsch wäre es hingegen, aus Unsicherheit wegzuschauen oder das Problem zu bagatellisieren“, weiß der Psychiater. „Zudem können Außenstehende in einem solchen Gespräch erkennen, wie konkret die Suizidgefahr wirklich ist und entsprechende Hilfsmaßnahmen ergreifen. Den Betreffenden auf das Thema Suizid anzusprechen, bedeutet allerdings nicht, selbst die Rolle eines Therapeuten zu übernehmen. Vielmehr sollten Freunde oder Angehörigen den Betreffenden bewegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Depressionen früh behandeln
Suizidgedanken sind häufig mit Depressionen, Schizophrenie oder einer schweren Suchterkrankungen verbunden. Da Suizide meist im Zuge psychischer Störungen auftreten, stellt die erfolgreiche Behandlung der Grunderkrankung die beste Prävention dar. „Gerade Menschen in einer aktiven Depressionsphase sind häufig so niedergeschlagen und hoffnungslos, dass sie von sich aus nicht die Kraft haben, Hilfe zu suchen. Professionelle Hilfe zu organisieren ist der wichtigste Schritt überhaupt, um einen Menschen vor dem Suizid zu retten“, betont Prof. Deister.

Quelle: www.psychiater-im-netz.org

Informationen über akute Suizidgefährdung für Angehörige und Betroffene

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Äußerungen von Selbstmordgedanken

Hilfsmittel Rollator für Senioren

Der Rollator ist vor allem für Senioren ein beliebtes Hilfsmittel für den Alltag. Wie Nutzer den Rollator richtig verwenden, verrät die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP).

Vor allem Betagten im Alter von 60 bis 69 Jahren wird immer häufiger ein Rollator verschrieben. Sie sollen den Patienten das Gehen erleichtern und sie dazu befähigen, langfristig wieder alleine laufen zu können, betont die DGSP. Doch viele Patienten gewöhnen sich mit der Zeit an das Hilfsmittel und verlernen das eigenständige Laufen. Auch stützen sich viele Nutzer mit stark vorneüber gebeugter Haltung auf den Rollator. Dadurch wird die Rückenmuskulatur überlastet, was Schmerzen begünstigt. Je weiter der Patient das Hilfsmittel vor sich her schiebt, desto eher rollt es davon und die Sturzgefahr steigt.

Die richtige Höhe und Haltung am Rollator
Doch wie verwendet der Patient die Gehhilfe richtig? Nutzer sollten mit möglichst aufrechter Haltung am Rollator stehen. Wenn der Patient dann die Arme locker hängen lässt, ergibt der Abstand zwischen Boden und Handgelenksknochen die richtige Höhe. Dadurch befindet sich auch der Körperschwerpunkt senkrecht über dem Becken im Lot, sodass der Nutzer stabil ist. Folglich verringert sich die Gefahr zu stürzen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Fußknöchel auf der Höhe der Hinterräder sein sollten, damit Patienten sozusagen "im" Rollator laufen.

Rollator nur in Maßen und gezielt verwenden
Die Verwendung des Rollators ist dabei in erster Linie für längere Strecken gedacht, wenn das Gehen den Patienten Schmerzen bereitet, etwa im Rücken oder in den Beinen. Auch bei Schwindel oder Gangunsicherheit können Nutzer von dem Hilfsmittel profitieren. In allen anderen Situationen ist es wichtig, möglichst auf das passive Hilfsmittel zu verzichten, betonen die Experten. Patienten sollten selbst aktiv das Gehen trainieren, um die Muskulatur zu stärken und bald wieder ohne Hilfsmittel gehen zu können.

Wird ein Rollator verschrieben, sollte deshalb zusätzlich auch eine Gangschule mitverschrieben werden, um Fehlhaltungen und Stürze zu vermeiden, fordert die DGSP.

DGSP

Quelle: www.haus-rollator.de

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Effektiver Schutz vor Grippe

Die Hauptsaison der Grippe fällt in der Regel in die Wintermonate November bis März. Warum bereits jetzt ein Grippeschutz sinnvoll ist und wie dieser aussieht, verrät die Landesapothekerkammer Hessen.

Der wirksamste Schutz gegen die Grippe-Viren ist eine Grippe-Impfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt diese vor allem Personengruppen, bei denen ein schwerer Krankheitsverlauf zu Komplikationen führen könnte. Zu ihnen zählen beispielsweise Schwangere, Menschen ab 60 Jahren und Bewohner von Pflege- und Altenheimen. Auch Patienten mit einer Grunderkrankung oder einem geschwächten Immunsystem profitieren von der Grippe-Impfung.

Ab September Impfung sinnvoll
Die Zeit von September bis November eignet sich am besten für eine Grippe-Impfung, also vor dem erwarteten Beginn der Grippewelle. Ein Grund dafür ist, dass der Impfschutz nicht sofort einsetzt, sondern erst nach 10 bis 14 Tagen. Auch später ist eine Impfung noch sinnvoll. Die Grippe-auslösenden Influenza-Viren entwickeln sich ständig weiter, weshalb die Impfstoffe von Jahr zu Jahr variieren. Folglich muss auch die Impfung jährlich wiederholt werden. Eine überwundene Grippe schützt nicht vor einer erneuten Infektion.

Hygiene ist genauso wichtig
Neben der Grippe-Impfung beugt das strenge Einhalten von Hygieneregeln einer Infektion mit den Krankheitserregern vor. Die Influenza-Viren werden über Tröpfchen übertragen, wie sie beispielsweise beim Husten oder Niesen in die Umwelt gelangen. Häufiges Händewaschen, sofortiges Entsorgen von Taschentüchern oder das Vermeiden von Händeschütteln erschwert die Verbreitung der Viren.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) informiert in einer kostenlosen Grippe-Informationsbroschüre zur Infektionskrankheit, Impfstoffen und Impfung.

www.impfen-info.de

www.infektionsschutz.de

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Tipps für Pilzsammler

Selbst gesammelte Pilze schmecken besonders gut. Doch worauf muss man achten, um nicht einen giftigen Doppelgänger zu erwischen? Wie werden Pilze richtig zubereitet und kann man sie auch länger aufbewahren?

Die wichtigste Regel für Pilzsammler lautet: Es dürfen nur die Pilze im Korb landen, die man eindeutig bestimmen kann. Denn schon ein einziger Fehlgriff kann gesundheitsgefährdend sein. Vor allem weil einige Speisepilze sehr giftigen Pilzen zum Verwechseln ähnlich sehen. Micaela Schmidt, Diplom-Ökotrophologin bei der Barmer GEK, empfiehlt: „Gerade für Anfänger ist es sinnvoll, sich zunächst Experten anzuvertrauen, die, beispielsweise bei Exkursionen, das entsprechende Wissen vermitteln.“ Für den Transport nach Hause eignen sich stabile und luftdurchlässige Flechtkörbe oder Spankörbchen. Plastiktüten sollten nicht zum Einsatz kommen, denn darin werden Pilze zerdrückt und die eingeschlossene Wärme und Feuchtigkeit lässt sie besonders schnell verderben.

Pilze auf 70 Grad erhitzen
„Pilze sind nicht lange haltbar und sollten daher möglichst am gleichen Tag verarbeitet werden. Am besten sammelt man nur die benötigte Menge“, rät die Expertin. Mit Ausnahme von Zuchtchampignons sollten Pilze nicht roh verzehrt werden, denn sie sind in diesem Zustand noch giftig. Bei der Zubereitung ist es wichtig, die Pilze mindestens zwei Minuten lang bei 70 Grad zu erhitzen. „Ein Aufwärmen von Pilzen ist übrigens entgegen früherer Meinung möglich, vorausgesetzt, das Pilzgericht wurde nach der Zubereitung schnell heruntergekühlt und anschießend im unteren, also kühlsten Bereich des Kühlschranks aufbewahrt. Die Temperatur sollte beim Aufwärmen dann ebenfalls wieder 70 Grad betragen“, erläutert Schmidt.

Haltbarmachen von Pilzen
Wer mehr als die aktuell benötigte Menge sammelt, kann die Pilze trocknen. Die Pilze dazu zunächst in dünne Scheiben schneiden und auf Backpapier ausbreiten. Dann im Backofen bei maximal 40 Grad fünf Stunden trocknen, dabei mehrmals kontrollieren und wenden. „Ein kulinarischer Vorteil beim Trocknen ist, dass das Pilzaroma durch die starke Konzentration der Inhaltsstoffe intensiviert wird“, erklärt die Expertin. Getrocknete Pilze bewahrt man am besten in Gläsern mit Schraubverschluss oder in Folienbeuteln auf, die man luftdicht verschließen kann. Dunkel und trocken gelagert sind sie auf diese Weise bis zu ein Jahr lang haltbar. Eine weitere Möglichkeit des Konservierens von Pilzen ist das Einfrieren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt, die Pilze dazu etwas zu zerkleinern und anschließend drei bis vier Minuten zu blanchieren. Auf diese Weise können sie dann maximal acht Monate in der Tiefkühltruhe aufbewahrt werden.

Quelle: Barmer GEK

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Zeit fürs Toilettentraining

Zu frühes Toilettentraining fördert Einnässen tagsüber. Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um mit dem Toilettentraining  zu beginnen, erläutert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

„Für einen eigenständigen Besuch der Toilette oder des Töpfchens muss Ihr Kind lernen, eine Reihe von körperlichen und geistigen Aufgaben zu koordinieren. Es muss sich mit seinem Körper und dessen Funktionen vertraut machen sowie einen Plan erstellen, wie es auf die Toilette kommt. Dazu ist es nötig, dass es sich konzentrieren und erinnern kann und Ihre Erklärungen versteht“, erklärt Dr. Monika Niehaus, Mitglied des Expertengremiums vom BVKJ. Erst mit etwa zweieinhalb bis drei Jahren kann das Kind komplexere Gedankengänge verfolgen und körperliche Empfindungen besser einordnen. Dann ist ein guter Zeitpunkt, mit dem Toilettentraining  zu beginnen.

Zu frühes Training begünstigt Entleerungsstörungen
Mit etwa zweieinhalb bis drei Jahren sind die meisten Kinder auch fähig, ihre Aufmerksamkeit von etwas zu trennen, womit sie sich im Moment beschäftigen. „Diese Fähigkeiten entwickeln sich unterschiedlich schnell. Üben Eltern Druck auf das Kind aus, damit es früh ‚trocken‘ wird, kann dies Entleerungsstörungen begünstigen. Kleine Kinder neigen bei frühem Toilettentraining dazu, den Stuhl und den Urin zurückzuhalten“, warnt Dr. Niehaus.

Toilettentraining mit Wörtern und Büchern vorbereiten
Vorbereiten können Eltern das „Trockenwerden“, indem sie Kindern mit etwa eineinhalb Jahren Wörter beibringen, die den Vorgang des Entleerens beschreiben, und ihnen erklären, dass alle Menschen und Tiere dies tun müssen. Mit etwa 21 Monaten lernen Kinder Wörter für den Toilettenstuhl und das Töpfchen und deren Funktion. Nun kann das Kind einen eigenen Nachttopf bekommen, um darauf mit einer Puppe oder selbst zu üben. Es sollte nicht dazu gezwungen werden, kann aber durch Lob dazu motiviert werden. Die Aussicht, Unterwäsche ohne Windel zu tragen – als Privileg und Zeichen des Älterwerdens – kann Kinder zusätzlich anspornen. Bücher zum Thema „Toilettengang“ können Kindern beim Lernen helfen.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de

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Therapie von Fettleibigkeit

Menschen mit Adipositas (Fettleibigkeit) werden in Deutschland oft nicht nach medizinisch-wissenschaftlichem Standard versorgt. Experten fordern ein Umdenken bei der Betrachtung und Behandlung der Adipositas.

Adipositas ist eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit – so zumindest definiert sie die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Eine wirksame Therapie sind chirurgische Maßnahmen zur Reduzierung des Übergewichts, etwa ein Magenbypass oder die Bildung eines Schlauchmagens. Ärzte empfehlen sie nur bei extremer, krankhafter Fettleibigkeit und nach Versagen oder nicht aussichtsreicher konservativer Therapie. Sie kommen nach aktuellen Leitlinien ab einem Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 40 in Frage, oder ab 35, sofern bereits schwere Folgeerkrankungen wie Diabetes vorliegen.

Chirurgische Eingriffe nur im Einzelfall
In Deutschland erfüllen diese Kriterien aktuell rund zwei Millionen Menschen. Adipositas-chirurgische Eingriffe wurden 2015 allerdings nur bei 9932 Betroffenen durchgeführt. Ein Grund: Sie werden hierzulande nur nach Einzelfallprüfung und unregelmäßig von den Krankenkassen übernommen. In westlichen Nachbarländern wie Frankreich, Belgien oder den Niederlanden liegen die Eingriffszahlen im Verhältnis zur Bevölkerung deutlich höher.

Adipositas als Erkrankung sehen
„Hierzulande fehlt bedauerlicherweise die Einsicht, dass Adipositas eine Erkrankung ist und auch so behandelt werden muss“, meint Prof. Christoph-Thomas Germer, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Gerade bei extremer Fettleibigkeit scheiterten konservative Programme zur Gewichtsreduktion oft. „Bei einem BMI von 40 kg/m² und mehr wäre eine Gewichtsabnahme von mitunter 50 Kilogramm notwendig – dies ist durch Ernährungsumstellung und Bewegung nur im Ausnahmefall zu schaffen, selbst wenn diese Maßnahmen durch Ärzte und Ernährungstherapeuten begleitet werden“, erläutert Dr. med. Florian Seyfried, Oberarzt der Chirurgischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg. Die Betrachtung und Behandlung der stigmatisierten Erkrankung Adipositas müsse sich dringend ändern, damit mehr Patienten einen erforderlichen chirurgischen Eingriff angeboten bekommen, fordern die Mediziner.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

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Fremdkörper verschluckt?

Vor allem Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und vier Jahren verschlucken häufig Fremdkörper oder atmen diese ein. Nicht immer beobachten Eltern das Ereignis live. Welche Beschwerden auf einen Fremdkörper deuten.

Bei einer Fremdkörperaspiration gelangen Fremdkörper in die Atemwege, bei einer Fremdkörperingestion in den Verdauungstrakt. Nüsse und Magnete führen die Hitliste der Fremdkörper an. Besonders kritisch wird es, wenn die Objekte in der Speiseröhre oder in der Kehle feststecken. Batterien und Knopfzellen können zudem Verätzungen bewirken. „In so einem Fall muss schnell gehandelt werden“, erklärt Universitätsprofessor Dr. Kai Zacharowski. „Es ist wichtig, dass Eltern aufmerksam sind, mögliche Symptome erkennen und diese richtig einordnen“, betont Prof. Dr. Thea Koch, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und lntensivmedizin e. V. (DGAI).

Beschwerden beim Verschlucken
Das Verschlucken eines Fremdkörpers kann sich beim kleinen Patienten mit Würgen und/oder Erbrechen beziehungsweise Schluckstörungen, Fremdkörpergefühl und starkem Speichelfluss bemerkbar machen. Begleitend ist Atemnot möglich. In manchen Fällen zeigen sich eher unspezifische Symptome wie Unruhe, Fieber oder Entwicklungsstörungen.

Beschwerden beim Einatmen
Gelangt ein Fremdkörper hingegen in die Atemwege, kommt es meist zu plötzlichem Husten, der mit der Zeit nachlässt oder ganz verschwindet. Gegebenenfalls ist dieser mit Luftnot, pfeifender Atmung oder einem "jauchzenden" Geräusch bei der Einatmung (Stridor) verbunden. In manchen Fällen zeigen sich zudem Begleiterscheinungen wie akute oder chronische Atemwegsinfekte.

Eltern sollten hellhörig werden, wenn ein Kleinkind, das mit Nahrungsmitteln oder Kleinteilen gespielt hat, plötzlich derartige Symptome aufweist. Im Zweifelsfall heißt es schnell reagieren und die nächste Kinderklinik aufsuchen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Informationen zu Erste Hilfe bei Ersticken durch Fremdkörperaspiration finden Sie im Sondertet: Ersticken durch Fremdkörper in der Luftröhre

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Sportlich durch den Herbst

Der Herbst liefert uns einige Ausreden, das persönliche Sportprogramm entweder ganz einzustellen oder in geschlossene Räume zu verlegen. Dabei gibt es gute Gründe, gerade im Herbst draußen zu trainieren.

Mehr Leistungsfähigkeit
„Der Herbst ist mit seinen vielen schönen Tagen sowohl für Trainingsprofis als auch für Sporteinsteiger eine tolle Zeit. Die leuchtenden Farben, frische Luft und raschelndes Laub machen Sport im Freien gerade während dieser Zeit zu einem Erlebnis für alle Sinne“, meint Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der Barmer GEK. Dank der kühleren Temperaturen sind Sportler leistungsfähiger als an heißen Sommertagen. Und schließlich ist Outdoor-Sport eine gute Möglichkeit, dem Herbst- und Winterblues vorzubeugen. „Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit kann bei manchen Menschen zu einem Stimmungstief führen. Moderater Ausdauersport setzt jedoch Glückshormone, sogenannte Endorphine, frei. Dadurch fühlen sich Ausdauersportler ausgeglichener und zufriedener als Nicht-Sportler“, erläutert Möhlendick.

Kleidung klug wählen
Damit der Herbst tatsächlich niemandem die Sportlaune verdirbt, sollten sich Sportler in punkto Kleidung und Sicherheit unbedingt den Witterungsverhältnissen anpassen. Der Experte rät vor allem zu Funktionskleidung, die den Schweiß von innen nach außen weiterleitet und Feuchtigkeit von außen abweist. Zu empfehlen ist das Zwiebelprinzip. „Die Luft zwischen den einzelnen Kleidungsschichten puffert die Wärme und schützt den Körper vor dem Auskühlen. Zusätzlich sollten Outdoor-Sportler möglichst helle Kleidung mit Reflektoren tragen, ganz nach dem Motto: Sehen und gesehen werden“, rät Möhlendick. Beim Joggen oder Walken sind Laufschuhe mit einem guten Profil wichtig. Sie minimieren die Gefahr, auf herabgefallenen Blättern auszurutschen.

Quelle: Barmer GEK

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Gonorrhö ist hoch ansteckend

Die vielseitigen Überlebenstaktiken der Gonokokken machen die Gonorrhö zu einer hochansteckenden Geschlechtskrankheit. Geschützter Geschlechtsverkehr und ein frühzeitiger Arztbesuch bei anfänglichen Symptomen beugen schweren Krankheitsverläufen vor.

Bei Frauen äußert sich die Geschlechtskrankheit Gonorrhö durch vermehrten gelblichen Ausfluss, leichtem Juckreiz und Rötung. Auch Symptome einer schwachen Blasenentzündung kann Patientinnen auf die Infektion mit Gonokokken hinweisen. Bleibt die Geschlechtskrankheit unbehandelt, gelangen die Krankheitserreger weiter ins Körperinnere und lösen Blutungsunregelmäßigkeiten oder dauerhafte Unterbauchsschmerzen aus.

Bei ersten Symptomen sofort zum Frauenarzt
„Jede Frau, die solche Symptome an sich feststellt, sollte so früh wie möglich zu ihrer Frauenärztin oder zu ihrem Frauenarzt gehen, um einen Test durchführen zu lassen“, betont Dr. Christian Albring, Frauenarzt in Hannover. „Dasselbe gilt auch für Frauen ohne Symptome, deren Partner Anzeichen für eine Gonokokken-Infektion aufweisen wie heftigen Ausfluss aus der Harnröhre und Brennen beim Wasserlassen.“ Bei vorliegender Infektion müssen alle Sexualpartner der letzten drei Monate informiert und untersucht werden, auch wenn sie noch keine Krankheitszeichen spüren.

Früher Therapiebeginn verringert Gesundheitsfolgen
Wird eine Infektion festgestellt, werden die Patienten mit Antibiotika behandelt, auch schwangere Frauen. Dank der vielseitigen Überlebenstaktiken der Gonokokken werden wirksame Antibiotika immer rarer. In Deutschland gibt es derzeit noch einige Antibiotika vor allem aus der Gruppe der modernen Cephalosporine und Makrolide. Doch Dr. Albring betont: „Die einzige Möglichkeit, sich vor solchen widerstandsfähigen Keimen zu schützen, ist Safer Sex vor allem bei Partnerwechsel und beim Sex mit Partnern, die ihrerseits häufige Partnerwechsel vornehmen, natürlich auch bei rektalem und oralem Sex“, erläutert Christian Albring. „Außerdem sollte jede Frau beim Verdacht auf eine sexuell übertragene Infektion unbedingt in die Praxis kommen. Je früher die Diagnose gestellt wird, je eher eine geeignete Therapie durchgeführt wird, umso geringer sind die Folgeschäden.“

Quelle: Bericht des Robert Koch-Institut zur Gonorrhö, Richtlinie zur Behandlung von Gonorrhö der Weltgesundheitsorganisation

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Polyneuropathie bei Diabetikern

Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetes können die Nerven schädigen, vor allem in den Beinen. Bei ersten Wahrnehmungsveränderungen sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um dem Fortschreiten der Polyneuropathie vorzubeugen.

Die diabetische Polyneuropathie entwickelt sich meist sehr langsam und zeigt zu Beginn schwach ausgeprägte Anzeichen: „Erste Symptome sind […] oft ein Brennen oder schmerzhafte Missempfindungen in beiden Füßen sowie auch Taubheits- oder Pelzigkeitsgefühle“, beschreibt Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit Sitz in Krefeld. „Manchmal fühlen sich die Beine geschwollen an, obwohl sie nicht verdickt sind oder Patienten spüren einen unangenehmen Druck an den Füßen, obwohl die Schuhe nicht zu eng sind.“

Geschädigte Nerven sind schmerzunempfindlicher
Der Körper passt sich der verändernden Empfindungsfähigkeit der geschädigten Nerven an, sodass die neurologische Krankheit oft nicht im Anfangsstadium erkannt wird, erklärt Dr. Bergmann. „Besonders problematisch ist dies, wenn durch die fehlende Schmerzwahrnehmung die Patienten kleinste Wunden an den Füßen nicht bemerken. Bleiben die Verletzungen unerkannt und unbehandelt, kann sich der betroffene Fuß bis in tiefe Gewebeschichten gefährlich entzünden.“ Das von der diabetischen Neuropathie somit verursachte diabetische Fußsyndrom führt schlimmstenfalls zur Amputation des betroffenen Beins.

Bei Verdacht sofort zum Arzt
Diabetes-Patienten sollten deswegen stets ihren Blutzucker optimal einstellen. Dies beugt einer diabetischen Neuropathie vor und hemmt das Fortschreiten einer bestehenden Nervenschädigung. Wer die beschriebenen Anzeichen bei sich bemerkt, sollte dies umgehend von einem Neurologen abklären lassen. „Können die Schmerzen frühzeitig behandelt werden, verringert sich die Gefahr einer Chronifizierung des Nervenschmerzes“, betont Dr. Bergmann.

Quelle: Neurologen-und-Psychiater-im-Netz

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26.09.2016
Lichtverschmutzung Kaum noch Sternstunden
Nur noch 60 Prozent der Europäer können die Milchstraße am Nachhthimmel sehen
Thinkstock/Stockbyte
So richtig dunkel wird es nur noch an wenigen Orten auf der Erde. Denn da, wo Menschen wohnen, ist die Nacht meist erleuchtet. Das trübt unseren Blick auf die Sterne. 83 Prozent der Weltbevölkerung und 99 Prozent der Menschen in den USA und in Europa leben unter einem "lichtverschmutzten" Himmel. Zu diesem Ergebnis kommt der "New World Atlas of Artificial Night Sky Brightness", der im Fachmagazin Science Advances erschienen ist. Demzufolge können auch nur noch 60 Prozent der Europäer die Milchstraße sehen. In der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) sind Italien und Südkorea am stärksten, Deutschland hingegen am wenigsten künstlich erleuchtet.

25.09.2016
Getränke Limo verschlimmert Durst
Bei großer Hitze sind zuckerhaltige Brausen nicht die ideale Wahl, um den Durst zu stillen
Thinkstock/iStock
Wenn es richtig heiß ist, sind Softdrinks keine Durstlöscher, sondern eher "Brand­beschleuniger". Die zucker­haltigen Brausen verstärken bei Austrocknung den Flüssigkeitsmangel im Körper noch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im American Journal of Physiology ­veröffentlicht ­­wurde. Also am besten einfach Wasser trinken.

24.09.2016
Getränke Limo verschlimmert Durst
Bei großer Hitze sind zuckerhaltige Brausen nicht die ideale Wahl, um den Durst zu stillen
Thinkstock/iStock
Wenn es richtig heiß ist, sind Softdrinks keine Durstlöscher, sondern eher "Brand­beschleuniger". Die zucker­haltigen Brausen verstärken bei Austrocknung den Flüssigkeitsmangel im Körper noch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im American Journal of Physiology ­veröffentlicht ­­wurde. Also am besten einfach Wasser trinken.

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