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Trinkgewohnheiten bei Männern

Die Weihnachtsmärkte in der Vorweihnachtszeit laden viele Menschen ein zum Glühwein trinken. Gerade viele der über 30-jährigen Männer gehen zu sorglos mit Alkohol um, warnen Experten der Deutschen Krebsstiftung.

Laut Statistik trinkt jeder Bundesbürger im Mittel rund 21 Liter Wein und 107 Liter Bier pro Jahr. „Für viele Männer gehören alkoholische Getränke zum Alltag und sind Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens“, weiß Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Alkohol fördert die Geselligkeit, dient zur Entspannung nach getaner Arbeit und wird als vermeintlicher Seelentröster leider viel zu oft genutzt. Dabei ist der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Krebs bekannt.“

Alkohol fördert Krebsentwicklung
Neben Tabakkonsum zählt Alkohol zu den Hauptrisikofaktoren für das Entstehen von Krebs im oberen Verdauungstrakt. Denn in den dortigen Schleimhäuten gelangt der Alkohol überwiegend in das Blut, das diesen dann im ganzen Organismus verteilt. Die krebsfördernde Wirkung geht dabei von Acetaldehyd aus, die beim Abbau von Alkohol im Körper entsteht. Bei regelmäßigem Alkoholkonsum schädigt das Zellgift Nervenzellen und Organe und fördert die Entwicklung von Leber-, Magen-, Darm- und Speiseröhrenkrebs. Schon relativ geringe Mengen von 10 bis 45 Gramm Alkohol täglich erhöhen beispielsweise das Darmkrebs-Risiko um 16 Prozent. Ein Glas Wein enthält bereits rund 20 Gramm.

Faustregel für täglichen Alkoholkonsum
Erwachsene Männer sollten deshalb nicht mehr als einen Viertelliter Wein oder 0,6 Liter Bier pro Tag konsumieren. Dies entspricht 24 Gramm Alkohol. Zudem sollten sie mindestens zwei alkoholfreie Tage in der Woche einplanen, damit der Körper sich regenerieren kann. Das empfehlen Experten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Frauen vertragen in der Regel nur die Hälfte an Alkohol und sollten nicht mehr als 12 Gramm Alkohol zu sich nehmen. Dies entspricht etwa einem Achtel Glas Wein (0,125 Liter) oder einem kleinen Glas Bier (0,25 Liter). Für einen verantwortungsbewussten Umgang mit alkoholischen Getränken dankt nicht nur der Körper, sondern auch das Erinnerungsvermögen – denn so bleibt der Adventsabend auf dem Weihnachtsmarkt lange im Gedächtnis.

Weitere Informationen
Weitere Informationen und Tipps zum Alkoholkonsum bietet der Ratgeber „Riskante Partnerschaft. Mehr Gesundheit – Weniger Alkohol“ der Deutschen Krebshilfe. Interessierte können diesen kostenlos als PDF heruntergeladen oder bestellt werden bei der

Deutsche Krebshilfe
Postfach 1467
53004 Bonn

Deutsche Krebshilfe

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Heiße Gefahren für Kinder

Zur Adventszeit ist die Verbrennungsgefahr für Kinder besonders hoch. Wie man Verbrennungen vorbeugt und was im akuten Fall zu tun ist.

Kinderhaut ist dünner als die Haut von Erwachsenen und damit anfälliger für Verbrennungen und Verbrühungen. Schon ab Temperaturen von 52 °C kann die zarte Kinderhaut geschädigt werden – das entspricht in etwa der Gradzahl eines Glühweins oder Tees.

Kindern Gefahren erklären
Die möglichen Folgen sind Schmerzen, jahrelange Behandlungen und sichtbare Narben. Besonders gefährdet ist die Altersgruppe unter 5 Jahren, denn Kleinkinder können die Gefahr durch Feuer oder heiße Gegenstände noch nicht einschätzen. Hier sind die Eltern gefordert: Sie sollten die Bedrohungen im häuslichen Umfeld kennen und den Kindern erklären, was "heiß" bedeutet, raten die Experten von Paulinchen. Verbrennungsquellen sollten für Kinder unerreichbar sein.

Im Zweifel zum Arzt
Und wenn es trotz aller Vorsicht zu einer Verbrennung kommt? Bei allen größeren Verbrennungen sollte man den Haus- oder Notarzt rufen oder ins nächstgelegene Krankenhaus fahren. In einigen Städten gibt es spezielle Verbrennungszentren. „Sind bei Kindern etwa zehn Prozent der Körperoberfläche verbrannt, kann sie dies bereits in Lebensgefahr bringen“, warnt Joachim Suß, Leiter der Kinderchirurgie am Hamburger Wilhelmsstift.

Sofortmaßnahmen bei Verbrennungen
Bis der Notarzt eintrifft oder das Krankenhaus erreicht ist, sind die richtigen Sofort-Maßnahmen wichtig. Die verbrannte Stelle muss für etwa 10 Minuten gekühlt werden. Das lindert die Schmerzen. Außerdem erreicht man, dass auch in tieferen Gewebeschichten der Wunde die Temperatur sinkt. „Dafür aber kein eiskaltes, sondern etwa 15 °C warmes Wasser benutzen“, rät Suß. Nimmt man zu kaltes Wasser, ziehen sich die Gefäße an der verletzten Stelle zusammen und durchbluten die Haut nicht mehr. Das schadet der Wunde zusätzlich. Cool-Packs oder Eis sind deshalb zum Kühlen ungeeignet. Der Arzt empfiehlt stattdessen, feuchte Handtücher auf die verbrannte Haut zu legen. „Aber auch hier nicht übertreiben – Kinder kühlen viel schneller aus als Erwachsene“, weiß der Kinderchirurg. Um einer Unterkühlung vorzubeugen, sollte die Kühlzeit maximal 15 Minuten betragen.

Kleine Verletzungen heilen von selbst
In vielen Fällen verletzen sich Kinder im Haushalt nur kleinflächig und leicht. Die Haut ist dann lokal gerötet, wirft aber keine Blasen. Solche oberflächlichen Verletzungen verheilen normalerweise innerhalb von drei bis zehn Tagen ohne ärztliche Hilfe. Eine Brandsalbe oder Wundheilsalbe unterstützt die Heilung. Auch hier hilft im Akutfall schnelles Kühlen. Schmerzt die betroffene Stelle, obwohl sie gekühlt wird, lindern Zäpfchen, zum Beispiel mit Paracetamol, die Beschwerden der kleinen Patienten.

Verbrennungsunfällen durch Information und Aufklärung entgegenzuwirken ist Ziel von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder. Zu diesem Zweck steht der 7. Dezember 2017 unter dem Motto „Tag des brandverletzten Kindes – Heiße Gefahren für Kinder!“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie

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Trockene Augen im Winter

Warme Heizungsluft lässt im Winter unsere Augen austrocken. Nur ein feuchter Tränenfilm kann das Sehorgan jedoch vor Infektionen schützen. Wie wir unsere Augen in warmen Räumen feucht halten.

Mit jedem Lidschlag ziehen wir unbewusst einen Tränenfilm über die Augen. So spülen wir kleine Fremdkörper von der Oberfläche, sodass sie glatt und geschmeidig bleibt. Zusätzlich verteilt der Tränenfilm auf dem Sehorgan keimtötende Substanzen, die es vor Infektionen schützt. Außerdem versorgt die Flüssigkeit bei jedem Lidschlag die Hornhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Doch in geheizten Räumen verdunstet der Tränenfilm schneller auf unseren Augen. Prof. Gerd Geerling vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) gibt folgende Tipps zum Feuchthalten unserer Augen:

  • Regelmäßiges Lüften versorgt den Raum mit feuchter Luft. Und häufige Spaziergänge tragen nicht nur zu unserem Allgemeinbefinden bei, sondern versorgen unsere Augen auch länger mit feuchter Luft.
  • Wie in Gebäuden sollte die Luft auch im Auto nicht zu stark aufgeheizt und somit trocken werden. Die Luftzirkulation sollte möglichst niedrig eingestellt und der Luftstrom nicht direkt auf die Augen eingestellt sein.
  • Ausreichend Trinken sorgt dafür, dass in den Augen genügend Flüssigkeit für den Tränenfilm zur Verfügung steht.
  • Ein wichtiger Bestandteil des Tränenfilms ist die obere, ölige Schicht. Sie bewirkt, dass die Tränenflüssigkeit nicht zu schnell verdunstet. Das fetthaltige Sekret wird in den Meibomdrüsen produziert, die an den Lidkanten sitzen. Vorsichtiges Reinigen mit warmem Wasser und anschließendes Massieren der Lidkante – etwa mit einem Watteträger – unterstützt die Funktion der Meibomdrüsen.

 

Bei anhaltenden trockenen Augen zum Augenarzt
Wer länger unter trockenen Augen leidet, sollte dies von einem Augenarzt überprüfen lassen. Der Facharzt untersucht, ob ausreichend Tränenflüssigkeit gebildet wird, wie lange er stabil ist oder ob die Augen noch andere Beschwerden aufweisen. Meist reicht das Anwenden von Tränenersatzmitteln zur Behandlung trockener Augen aus. Betroffene können diese in Form von Tropfen, Sprays oder Gele auftragen. Liegt zusätzlich eine anhaltende Entzündung der Augenoberfläche vor, wird der Augenarzt die Gabe von entzündungshemmenden Augentropfen erwägen.

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)

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Trockene Augen im Winter

Wie oft ist Badetag für Kinder?

Im Barock galt Baden als gesundheitsschädlich. Später erhoben die Menschen den Samstag zum Badetag. Dann kamen Zeiten, in denen Mütter stolz darauf waren, ihre Babys täglich zu baden. Inzwischen haben sich die Badesitten für Kinder wieder gelockert.

„Für Kinder sind ein paar Keime hier und da gesund, denn so lernt ihr Körper, Bakterien zu bekämpfen und ein starkes Immunsystem aufzubauen“, argumentiert Prof. Robert Sidbury von der School of Medicine der Universität Washington. Worauf es bei der Körperpflege für Kinder ankommt, erläutert der Dermatologe aus St. Louis in einer Veröffentlichung der American Academy of Dermatology (AAD).

Körperhygiene hängt vom Alter ab
"Abhängig von ihrem Alter und ihrer Aktivität, brauchen die meisten Kinder nur ein paar Mal pro Woche ein Bad“, erklärt Prof. Sidbury. Schließlich schwitzen Kinder noch nicht so stark wie Erwachsene. Für Babys und Kleinkinder empfehlen Experten ein bis zwei Bäder pro Woche. Schulkinder sollten zwei bis dreimal pro Woche in die Badewanne steigen. Haarshampoo kommt ein- bis zweimal wöchentlich zum Einsatz. Leichter haben es kleine Lockenköpfe und Kinder mit trockenem Haar. Sie müssen sich nur alle sieben bis zehn Tage die Haare waschen lassen. Wenn in der Pubertät die Schweiß- und Talgproduktion einsetzt, stehen Duschen und Haare waschen auf der Tagesordnung.

Situationsgemäß entscheiden
Natürlich kommt es immer wieder zu einem Bad außerhalb der Reihe. Auf die sommerlich oder urlaubsbedingten Badefreuden in See und Meer folgt ein reinigendes Wannenbad zu Hause. Ein Schwimmbadbesuch erfordert sogar zwei Duschgänge – vor und nach dem Baden. Dass Körpergeruch, Schmutz und Schweiß ein Bad nach sich ziehen, versteht sich von selbst.  

Quellen: Kinder- und Jugendärzte im Netz, MedicalXpress

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Asthma bei Anstrengung

Kurzatmigkeit oder Luftnot nach körperlicher Belastung deuten auf ein Anstrengungs-Asthma hin. Präbiotika sollen diese Beschwerden lindern, indem sie das Immunsystem stärken. Eine neue Untersuchung aus England bekräftigt diese Annahme.

Präbiotika stärken das Immunsystem
Zahlreiche Studien haben es gezeigt: Eine gesunde Darmflora – insbesondere ihre Zusammensetzung und die Vielfalt an verschiedenen Bakterienarten – stärkt die körpereigene Immunabwehr. Von diesem Effekt können womöglich auch Menschen mit Anstrengungs-Asthma profitieren. Forscher der Nottingham Trent University in England haben untersucht, wie sich die Einnahme eines präbiotischen Nahrungsergänzungsmittels namens B-GOS (Bimuno-Galacto-Oligosaccharid) auf die Lungenfunktion von Menschen mit Anstrengungs-Asthma auswirkt. Das Präbiotikum regt das Wachstum und die Aktivität bestimmter Bakterienarten im Dickdarm gezielt an.

Die Forscher gaben der einen Hälfte der Studienteilnehmer über drei Wochen das Präbiotikum, die Kontrollgruppe nahm keine Präparate ein. Anschließend unterzogen die Forscher beide Gruppen einem Hyperventilationstest. „Dieser Test simuliert eine körperliche Belastungsphase und kann somit die typischen Symptome eines Anstrengungs-Asthmas provozieren“, erläutert Prof. Dr. Thomas Wagner, Vorstandsmitglied der Deutschen Lungenstiftung.

Bessere Lungenfunktion durch Präbiotikum
Im Vergleich zur Kontrollgruppe fiel der Abfall der Lungenfunktion bei den Patienten, die das Präbiotikum einnahmen, geringer aus. Sie berichteten auch über weniger Atembeschwerden und ihr Blut wies weitaus weniger Marker für eine Atemwegsentzündung auf. „Diese Studie zeigt, dass Präbiotika eine zusätzliche Möglichkeit darstellen können, bei Anstrengungs-Asthma die Therapie zu unterstützen“, betont Prof. Wagner, Lungenfacharzt (Pneumologe) am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Betroffene, die ihr Immunsystem stärken möchten, finden bei Ihrem Arzt oder Apotheker Rat.

Weitere Informationen:
Eine englischsprachige Zusammenfassung der Studie finden Interessierte auf der Website des British Journal of Nutrition.

Quelle:
www.lungenaerzte-im-netz.de

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Mehr Allergien durch Klimawandel?

Die Zahl der Menschen mit Allergien wird in den nächsten Jahrzehnten stark zunehmen, vermuten Forscher. Verantwortlich sei der Klimawandel. Besonders rasch verbreitet sich die Pflanze Ambrosia.

Die Pollen der Ambrosia (Ragweed, Traubenkraut) sind ein weitverbreitetes Allergen. Eine einzige Pflanze produziert bis zu eine Milliarde von Pollenkörnern pro Saison. Für Allergiker wird das schnell zur Belastung. Die Anzahl der Menschen, die auf Ambrosia allergisch reagieren, könnte sich bis 2050 mehr als verdoppeln. Denn aufgrund des Klimawandels dürfte sich die Blühperiode von Ambrosia verlängern. Das geht aus einer Studie der Universität Wien hervor. Zudem nehmen die Forscher an, dass viele der Pflanzen mehr Pollen bilden.
Das Forschungsteam analysierte Daten zum Klimawandel sowie zur Verbreitung von Ambrosia-Pflanzen, Pollenproduktion und -ausbreitung. Anschließend erstellten die Wissenschaftler Europa-Karten mit der geschätzten Ambrosia-Belastung während der künftigen Pollensaisons und kombinierte diese mit Daten über Wohnorte und das Ausmaß der Allergiebelastung in der Bevölkerung.

Ambrosia profitiert von Klimawandel
„Die Ragweed-Pollenallergie […] breitet sich auch in Gegenden aus, wo dies derzeit noch selten der Fall ist“, warnt Michelle Epstein, Studienkoordinatorin von der Universitätsklinik für Dermatologie an der MedUni Wien. „Das Problem wird sich in Ländern mit einem bereits existierenden Ragweed-Problem, wie in Ungarn und Kroatien, möglicherweise noch verstärken, aber auch in Deutschland, Polen und Frankreich.“ Maßnahmen zur Ambrosia-Kontrolle seien daher enorm wichtig für das öffentliche Gesundheitswesen und eine wesentliche Anpassungsstrategie gegen die Auswirkungen des Klimawandels. „Man muss aber auch betonen, dass sich die Auswirkungen des Klimawandels nicht auf Ragweed beschränken und dass eine ganze Reihe von anderen pollenproduzierenden Pflanzenarten möglicherweise auch davon betroffen ist“, gibt Epstein zu Bedenken.

Weitere Informationen:
Eine englischsprachige Zusammenfassung der Studie finden Interessierte auf der Website von Environmental Health Perspectives.

Quelle: Universität Wien

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Mehr Allergien durch Klimawandel?

Bundesteilhabegesetz beschlossen

Der Bundestag hat heute das Bundesteilhabegesetz beschlossen. Es soll Menschen mit Behinderungen mehr Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Was das Gesetzes vorsieht.

Die gesetzlichen Regelungen für die Unterstützungsleistungen für Menschen mit körperlicher beziehungsweise geistlicher Behinderung waren bisher auf verschiedene Bereiche des Sozialgesetzes verteilt. Oft wurden Ansprüche nur im Rahmen der „Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“ des Sozialgesetzbuches XII gewilligt. Das neue Bundesteilhabegesetz soll die Regelung nun bündeln.

Antragsstellung bundesweit einheitlich und unbürokratischer
In einem bundeseinheitlichen Verfahren werden die Leistungen für jede Person künftig einzeln ermittelt und auf den individuellen Bedarf zugeschnitten. Die Bewilligung von Eingliederungshilfen wird damit nicht mehr abhängig vom Wohnort sein. Der Antrag auf Persönliches Budget für das Bezahlen einer persönlichen Assistenz beispielsweise konnte aus Kostengründen vom Sozialamt in einem Bundesland bewilligt werden, in einem anderen jedoch abgelehnt – die Unterbringung in ein Heim war oftmals preiswerter. Darüber hinaus erhoffen sich die Sozialleistungsempfänger Besserungen bei der Berechnung der Geldbeträge.

Gesetz sieht finanzielle Besserungen vor
Nach der Lesung am 1. Dezember hat der Bundestag das Bundesteilhabegesetz verabschiedet. In Zukunft werden Menschen mit Behinderungen, die staatliche Leistungen empfangen, finanziell entlastet – sie dürfen einen höheren Einkommens- und Vermögensbetrag einbehalten, als bisher. Das Einkommen der Ehepartner wird nicht mehr zur Berechnung der Leistungen herangezogen. Darüber hinaus erhalten Menschen mit Behinderungen mit einer Arbeit in Werkstätten mehr Geld. Die nun bundesweit eingeführten Lohnkostenzuschüsse sollen einen Anreiz für Arbeitgeber schaffen, Menschen mit Behinderungen einzustellen. Damit erfüllt sich die Hoffnung vieler Betroffener, den Wechsel von den Werkstätten auf den ersten Arbeitsmarkt leichter zu vollziehen. Bisher war dies nur in einigen Bundesländern möglich. In dieser Hinsicht bedeutet das Gesetz eine Verbesserung für Menschen dieser Bevölkerungsgruppe. Doch vielen gehen die Bestimmungen nicht weit genug, um Menschen mit Behinderungen zu mehr Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe zu verhelfen.

Mehr Informationen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

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Welt-AIDS-Tag 2016

Der diesjährige Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember findet unter dem Motto „#positivzusammenleben“ statt. Denn Ängste und Vorurteile führen dazu, dass HIV-Infizierte im Alltag Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren.

Fehlendes Wissen ruft bei vielen Personen Angst vor Menschen mit einer HIV-Infektion hervor. Schnell entstehen Vorurteile, die das Verhalten von Unwissenden gegenüber Patienten prägen. Zusätzlich zur Krankheit leiden Patienten oft unter Ausgrenzung und Diskriminierung.

Infektion im Alltag nicht übertragbar
Deshalb setzt die bundesweite Kampagne „#positivzusammenleben“ des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung (BZgA) zum Welt-AIDS-Tag auf Aufklärung. Die Immunschwächekrankheit AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome, erworbenes Immunschwächesyndrom) wird durch das Hummane-Immundefizienz-Virus (HI-Virus) übertragen. Dieses wird prinzipiell mit allen Körperflüssigkeiten ausgeschieden – insbesondere mit Blut, Sperma und Scheidensekret.

Geschlechtsverkehr ist daher einer der Hauptübertragungswege. „Das HI-Virus gehört zu den Krankheitserregern, die beim Umgang im Alltag nicht übertragen werden“, informiert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Beim Sex schützen Kondome vor einer Ansteckung. Eine HIV-Therapie bietet ebenfalls einen Schutz vor Ansteckung unter der Voraussetzung, dass die Viruslast beziehungsweise die Zahl infizierter Zellen in den Körperflüssigkeiten und Schleimhäuten unter der Nachweisgrenze liegt.“

Informieren für positives Miteinander
Dank der Fortschritte in der Medizin ermöglichen Medikamente den meisten HIV-positiven Menschen, ihren Berufsalltag und ihre Freizeit weitgehend normal zu gestalten. Doch Ängste und Vorurteile vieler Menschen schränken die gesellschaftliche Teilnahme vieler Patienten ein. Drei der 85.000 Betroffenen in Deutschland geben der Aufklärungskampagne deshalb ihr Gesicht und setzen sich für ein aufeinander Zugehen und Miteinander ein. „Ich glaube, man kann Angst abbauen, indem man bei Unsicherheiten Fragen stellt und miteinander ins Gespräch kommt“, meint Wolfgang aus Frankfurt, einer der drei Patienten und Mitgestalter der Welt-AIDS-Tag-Kampagne „#positivzusammenleben“.

Weitere Informationen und Mitmach-Aktionen zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag finden Sie auf der Internetseite des Welt-AIDS-Tages www.welt-aids-tag.de

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Botulismus bei Säuglingen

Er gilt als gesunde Alternative zum weißen Haushaltszucker – Honig. Doch für Babys ist das natürliche Süßungsmittel ungeeignet. Verunreinigungen mit dem Bakterium Clostridium botulinum verursachen bei Säuglingen einen lebensgefährlichen Botulismus.

Wie Honig Säuglingen schaden kann
Honig lässt den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen. Er verfügt über die heilsame Wirkung seiner Ursprungspflanzen und gleicht einem reichhaltigen Cocktail aus Mineralstoffen und Vitaminen. Doch das beliebte Bienenprodukt hat einen Nachteil: Es ist nicht auszuschließen, dass Honig bakterielle Verunreinigungen enthält. Am gefährlichsten wirkt das Bakterium Clostridium botulinum. Sein Gift löst einen Botulismus mit schweren Muskelkrämpfe aus, der meist zum Tod durch Ersticken und Herzstillstand führen.

Botulismus bei Babys erkennen
„Infizierte Säuglinge zeigen Muskelschwäche, sie können den Kopf kaum halten und haben Schwierigkeiten beim Atmen, was sich durch Röcheln oder Schnarchgeräusche äußern kann“, beschreibt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die für Botulismus charakteristischen  Vergiftungserscheinungen. Eltern fällt auf, dass ihre Babys nur mit größten Schwierigkeiten trinken, kaum Ausscheidungen haben und vermehrt Speichel absondern. „Betroffene Kinder müssen rasch intensiv-medizinisch behandelt werden“, betont die Kinderärztin Dr. Niehaus.

Für ältere Kinder ist Honig unbedenklich
Säuglinge haben eine schwach ausgeprägte Darmflora und kaum Magensäure. Unter diesen idealen Bedingungen keimen die Bakterien aus und produzieren ihr tödliches Gift. Im Körper von Erwachsenen und älteren Kinder gedeihen die tückischen Bakterien dagegen nicht. Diese Altersgruppe infiziert sich nur über Lebensmittel, in denen sich der Erreger bereits massenhaft vermehrt und Gift abgesondert hat. Dies geschieht unter unhygienischen Bedingungen in Fleischkonserven, selbst-Eingemachtem und Räucherfisch.

Quellen: Kinder- und Jugendärzte im Netz, SurvStat@RKI, Monatsschrift Kinderheilkunde

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Herbstmüdigkeit und Winterblues

Bären verkriechen sich in ihre Winterhöhle; Menschen kämpfen mit Herbstmüdigkeit und Winterblues. Worauf beruht dieses Phänomen und was bringt Licht in die dunklen Novembertage?

Lichtmangel verursacht Herbstmüdigkeit
Düstere, nasskalte Herbsttage wecken das Schlafbedürfnis und drücken auf die Stimmung. „Hauptursache dafür ist der Mangel an Sonnenlicht“, betont Marco Kohlenberger von der Kaufmännische Krankenkasse (KKH) in Hanau. „Wenn die Tage kürzer werden, steigert unser Körper die Bildung des körpereigenen Hormons Melatonin, auch Schlafhormon genannt“.  Zugleich drosselt Lichtmangel die Produktion des Glückshormons Serotonin.

Vorsicht im Straßenverkehr
Herbstmüdigkeit schmälert nicht nur die Leistungsfähigkeit und lähmt den Alltag, sie bedeutet eine ernstzunehmende Gefahr. Laut Auskunft des Deutschem Verkehrssicherheitsrats wirkt Müdigkeit ähnlich wie Alkohol. Sie beeinträchtigt die Wahrnehmung, verlangsamt die Reaktionsfähigkeit und begünstigt Unfälle. Nicht umsonst spricht der Volksmund von Schlaftrunkenheit.

Tipps gegen Winterblues
Gegen Herbstmüdigkeit und Winterdepressionen raten die Experten der KKH Folgendes:

  • 30 Minuten an der frischen Luft sorgen für das nötige Gleichgewicht zwischen Schlafhormon Melatonin und Glückshormon Serotonin. Am effektivsten wirken Ausdauersportarten, da sie mit den Endorphinen eine weitere Gruppe von Glückshormonen freisetzen.   
  • Genießer steigern ihren Serotoninspiegel mit zwei bis drei Stücken Schokolade pro Tag. Auch Bananen und Nüsse dienen als Serotoninquellen.
  • Wechselduschen bringen nicht nur den Kreislauf in Schwung.
  • Stress verstärkt den Winterblues. Als Gegenmittel wirkt alles, was das Leben verschönert und entschleunigt. Saunabesuche, Lesestunden, schöne Musik und vorweihnachtliche Besinnlichkeit bringen Licht in den Alltag. 

 

Quelle: Kaufmännische Krankenkasse (KKH)

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03.12.2016
Autofahren Handys erhöhen Unfallgefahr
Wer während dem Autofahren auf dem Smartphone herumtippt, ist abgelenkt – und baut eher einen Unfall
Jupiter Images GmbH/BrandXPictures
Wer beim Autofahren mit dem Smartphone hantiert, riskiert sein Leben: Die Unfallgefahr steigt um das Fünffache – beim Lesen und Schreiben von Nachrichten sogar um das Zehnfache, warnt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfall­chirurgie (DGOU).
Wer zum Beispiel bei Tempo 50 nur fünf Sekunden mit dem Handy beschäftigt ist, befindet sich mit seinem Auto 70 Meter im Blindflug. 2015 wurden auf deutschen Straßen 3459 Menschen getötet – 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

28.11.2016
Multiresistente Keime Von zu Hause in die Klinik
Jedes Jahr sterben Menschen an Infektionen im Krankenhaus. Wo kommen die Erreger her? Dem gingen Wissenschaftler nach
Thinkstock/Ablestock
Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 15.000 Menschen im Krankenhaus an einer Infektion mit Bakterien, denen Antibiotika nichts mehr anhaben können. Aber woher kommen die Erreger? Forscher der Uniklinik Köln untersuchten dazu mehr als 4000 Patienten bei der Aufnahme. Ergebnis: Jeder Zehnte brachte die Keime bereits mit. Die Forscher fordern bessere Hygienemaßnahmen in Krankenhäusern und den Verzicht unnötiger Antibiotika-Therapien.

27.11.2016
Psychologie Mieser Film, heller Kopf
Wer sieht sich billige Filme, etwa mit fliegenden Haien, an? Überdurchschnittlich gebildete Menschen, sagen Forscher
istock/Ivan Stevanovic
Wer sich sogenannte Trashfilme anschaut, ist offenbar überdurchschnittlich gebildet, im Schnitt 35 Jahre alt und männlich. Das fanden Forscher des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik heraus. Sie wollten wissen, was Menschen an Filmen mit fliegenden Haien und billig gemachten Horror­­szenen mit viel Gemetzel gefällt. Demnach fassen Fans die Streifen als progressive Form des Kunstfilms auf, die sich von Blockbustern abgrenzt. Die Zuschauer konsumieren den "optischen Müll" mit gebührendem Abstand, finden ihn komisch. Das Billige daran biete ironische Unterhaltung – gehobenen Trash also.

Impressionen