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Alkoholkonsum bei Jugendlichen

Bier, Wein oder Cocktails – das Angebot an Alkoholgetränken ist groß und erhöht die Versuchung von Kindern und Jugendlichen, Alkohol zu konsumieren. Wie Eltern mit ihren Kindern am besten über Alkohol sprechen und in schwierigen Situationen reagieren.

Das Aufwachsen in der Familie prägt ein Kind das ganze Leben. Eltern legen mit ihrer Erziehung und ihrem Verhalten den Grundstein für die spätere Entwicklung des Kindes – oft auch für sein Verhältnis zu und seinen Umgang mit Alkohol. Wie bei der Ernährung oder dem Umgang mit Emotionen sind Eltern auch beim Alkoholkonsum Vorbild für ihre Kinder. Der Nachwuchs orientiert sich mit seinem Konsum auch am Trinkverhalten der Eltern. Dies kann es Eltern erschweren, mit ihren Kindern über ein angemessenen Alkoholgenuss im Jugendalter zu sprechen.

Pädagogisch bewährte Tipps für Eltern
Wie tolerant sollte ein Vater oder eine Mutter beim Alkoholkonsum ihrer Kinder sein? Wo ist die Grenze? Wie reagieren Eltern am besten, wenn der Sohn mit einem Vollrausch nach Hause kommt? Sollten Eltern reagieren, wenn in der Clique der siebzehnjährigen Tochter offensichtlich das altersgerechte Maß an Alkohol überschritten wird? Wie finden Eltern die richtigen Worte? Berater der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) geben auf einer Unterseite der Alkoholpräventions-Initiative „Kenn dein Limit“ für Jungendliche und Erwachsene auch den Eltern Ratschläge, wie sie sich bei diesem Thema am besten verhalten.

Eltern sollten mit ihren Kindern über Gefahren und Folgen des Alkohols sprechen
Anlässe für Alkohol gibt es viele: Geburtstagsfeiern, Grillfeste, Sommerparties oder Treffen von Bekannten und Freunden – wo Erwachsene mit Bier, Wein oder Spirituosen die feierliche Stimmung mit Alkohol krönen, sind die Anreize für ein Gläschen für Jugendliche groß. Auch bei Treffen unter Jugendlichen trinkt oft der eine oder andere Freund bereits Alkohol. Mit der Auswahl an alkoholischen Getränken und Anlässen für den Konsum durch Jugendliche wachsen auch die Sorgen der Eltern.

Aklohol senkt kognitive Fähigkeiten
Experten der BzgA raten Eltern, vor der Feier mit ihren Kindern über das Thema Alkohol zu sprechen. Sie sollten wissen, dass Jugendliche erst ab 16 Jahren Alkohol kaufen und konsumieren dürfen, wenn ein Erziehungsberechtigter dabei ist. Auch über die körperlichen Schäden bei zu hohem Alkoholkonsum sollte der Nachwuchs Bescheid wissen. Mit steigender Menge an Alkohol sinkt zudem nicht nur das Urteilsvermögen und die Hemmschwelle, sondern nimmt auch die Konfliktbereitschaft zu. Deshalb raten die Experten den Eltern ihre Kinder darin zu bestärken, Nein zu sagen und Alkohol abzulehnen – selbst, wenn die Freunde trinken.

Alkohol-Selbsttest, Informationsmaterialien und individuelle Beratung
Wie zu dieser Situation bieten die Experten der BzgA auf der Internetseite wissenschaftlich gesicherte Ratschläge und pädagogisch bewährte Tipps zu anderen Gelegenheiten, bei denen Alkohol ein Thema ist. Erkennen besorgte Eltern ihre Situation in den beispielhaft geschilderten Situationen wieder, können sie ihre Fragen per Email an die Berater stellen und erhalten eine direkte und individuelle Beratung.

Das Internetangebot bietet überdies eine Bandbreite an Informationen, die speziell für Eltern ausgerichtet sind: So finden Eltern Tipps, wie diese selbst als Vorbilder verantwortungsbewusst mit Alkohol umgehen, wie sie in kritischen Situationen bei ihren Kindern reagieren sowie Informationen zum Jugendschutzgesetz. Hinweise, mithilfe derer Eltern einen Alkoholmissbrauch erkennen und Fakten zu Alkohol, wie dieser die Entwicklung des Kindes beeinträchtigt, runden das Angebot ab. Ein Alkohol-Selbsttest gibt eine erste Tendenz zum eigenen Alkoholumgang an. Auch Allgemeinwissen zu Alkohol oder Informationensmaterialien, die heruntergeladen oder bestellt werden können, unterstützen Eltern bei der Aufklärung ihrer Kinder über Alkohol.

Email-Beratung für Eltern

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Schlafprobleme bei Kindern

Ängste, Sorgen oder Freude – Gründe für Schlafprobleme gibt es viele. Wie Eltern für einen gesunden Schlaf ihrer Kleinkinder sorgen, erfahren Sie hier.

Schlafprobleme bei Kindern äußern sich oft unterschiedlich und hängen vom Entwicklungsstadium ab. „Kinder mit anhaltenden Schlafproblemen bis ins Schulalter besitzen tendenziell eine schlechtere Selbstregulation“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt. „Das heißt im Vergleich zu ihren Altersgenossen ohne Schlafprobleme können sie sich schlechter auf etwas konzentrieren, und es fällt ihnen schwer, ihre Gefühle zu kontrollieren. Das sind alles Verhaltensweisen, die den Erfolg in der Schule beeinträchtigen können“, betont Dr. Fegeler, Mitglied des Expertengremiums im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Kenntnis der Ursachen von Schlafstörungen wichtig für Behebung
Einige Kinder sind abends noch aufgedreht und können deshalb nicht einschlafen. Abendliche Konflikte mit den Eltern – beispielsweise wegen des Zubettgehens – können ebenfalls zu Problemen beim Ein- oder Durchschlafen führen. „Über die Zeit des Zubettgehens bestimmen die Eltern. Jedoch darf das Bett keine Erziehungsmaßnahme sein. Kinder sollten nicht als Strafe ins Bett geschickt werden“, warnt Dr. Fegeler. Auch schlafbezogene Ängste, wie vor der Dunkelheit, können Kinder am Einschlafen hindern.

Rituale helfen beim Einschlafen
Regelmäßige Schlafenszeiten mit gleichbleibenden Ritualen erleichtern das Einschlafen. So können Eltern beispielsweise den Kindern nach dem Zähneputzen am Bett aus einem Buch vorlesen. Auch das Hören von Hörbüchern oder Liedern beruhigt die Kinder und trägt zu einem gesunden Schlaf bei.

Schlafen der Eltern im Kinderbett nur als Ausnahme
Es ist wichtig, dass Kleinkinder noch vor dem Schuleintritt lernen, alleine einzuschlafen. Es sollte daher eine Ausnahme bleiben, dass sich Väter und Mütter zu ihrem Nachwuchs ins Bett legen. Auch Mittagsschlaf zu stets derselben Zeit fördert im Vorschulalter einen gesunden Schlaf.

Empfohlene Schlafdauer ist altersabhängig
Doch wieviel Stunden sollten Kinder eigentlich schlafen? Mit forschreitendem Alter nimmt die empfohlene Dauer stetig ab: Während Kindergartenkinder täglich etwa 11 bis 13 Stunden und Grundschüler 10 bis 11 Stunden benötigen, sollten Jugendliche mindestens 9 Stunden schlafen. Diese Angaben der Kinder- und Jugendärzte des BVKJ dienen allerdings nur als Richtlinie. Halten Schlafstörungen bei Kindern über mehrere Wochen an, sollten Eltern mit ihnen zum Kinderarzt gehen.

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Flugreise trotz Herzerkrankung

Flugreisen können das Herz-Kreislauf-System belasten. Viele Herzpatienten besitzen dennoch eine  Flugreisetauglichkeit. Was Herzpatienten vor der Buchung einer Flugreise beachten sollten.

Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Herzkrankheit, etwa einer koronaren Herzkrankheit (KHK) oder einer chronischen Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Viele der Betroffenen planen eine Reise – oft über weitere Strecken. Doch der niedrige Luftdruck und die geringere Sauerstoffsättigung in einem Flugzeug sind eine Herausforderung für das Herz-Kreislauf-System. So führt etwa der leichte Sauerstoffmangel eines Passagierjets auf Reiseflughöhe zum Anstieg von Herzfrequenz, Blutdruck und zu erhöhtem Sauerstoffverbrauch des Herzens.

Erst zum Arzt, dann ins Reisebüro
„Um Komplikationen über den Wolken zu vermeiden, sollten Betroffene deshalb noch vor der Reiseplanung ihre Flugreisetauglichkeit vom Kardiologen bestimmen lassen“, rät der Herzspezialist Prof. Dr. med. Wolfgang Schöls vom Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung. „Herzpatienten dürfen in der Regel fliegen. Letztlich entscheidend für die Flugreise eines Patienten mit KHK oder Herzschwäche ist die Leistungsfähigkeit des Herzens“, erläutert Prof. Schöls, Leiter des Herzzentrums Duisburg.

Flugreisen nach Herzinfarkt
Nach einem Herzinfarkt hängt die Flugreisetauglichkeit unter anderem von der Infarktgröße ab. Kardiologen unterscheiden zwischen niedrigem, mittlerem und hohem Risiko. Bei niedrigem Risiko können Betroffene häufig schon circa fünf bis acht Tage nach dem Ereignis wieder fliegen. Ein niedriges Risiko ist zum Beispiel durch folgende Faktoren gekennzeichnet: Alter unter 65 Jahren, erster Herzinfarkt, kleiner Infarkt, erfolgreiche Gefäßwiedereröffnung, Auswurffraktion des Herzens über 45 Prozent und keine Komplikationen. Auch bei mittlerem und höherem Risiko ist das Fliegen häufig nach einer symptomfreien Zeitspanne wieder möglich. Der Kardiologe berät über die einzuhaltende Wartezeit individuell. „Auf Langstreckenflüge sollte jedoch auch bei niedrigem Risiko verzichtet werden“, betont Prof. Schöls.

Flugreisende mit Herzschwäche
Betroffene mit Herzschwäche sollten vor Reiseantritt Ursache und Schweregrad der Herzschwäche bestimmen lassen. Der Schweregrad einer Herzschwäche richtet sich nach der sogenannten NYHA-Klassifikation. Bei chronisch stabiler Herzschwäche bis NYHA-Stufe II besteht in der Regel volle Flugreisetauglichkeit. „Jede Verschlechterung der Symptome wie Atemnot, Gewichtszunahme wegen Wassereinlagerung, Erschöpfung, Herzenge oder Rhythmusstörungen in den letzten vier Wochen macht fluguntauglich“, erläutert Prof. Schöls.

Weitere Informationen finden Interessierte im Zeitschriften-Beitrag „Flugreisen – auch bei KHK und Herzschwäche“. Dieser ist kostenfrei bei der Deutschen Herzstiftung anzufordern unter www.herzstiftung.de/fliegen-achtung-herz oder telefonisch unter 069 955128-400.

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Ernährung beeinflusst Stoffwechsel

Eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung beugen Übergewicht vor und tragen somit zu einer höheren Lebensqualität bei. Was eine gesunde Ernährung ausmacht.

Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland haben Übergewicht. Angesichts des übermäßigen Angebots an zucker- und fettreichen Nahrungsmitteln fällt vielen Menschen eine maßvolle und gesunde Ernährung schwer. Doch zu hohes Körpergewicht erhöht nicht nur das Risiko auf chronische Krankheiten wie Diabetes, sondern auch auf einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder eine Krebserkrankung. Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) geben Tipps für eine gesunde Ernährung.

Obst und Gemüse enthalten wertvolle Mikronährstoffe
Obst und Gemüse enthalten wertvolle Vitamine und zahlreiche Mikronährstoffe wie Mineralstoffe, Polyphenole und Ballaststoffe. „Während wir Vitamine nur in kleinen Mengen benötigen, sind es vor allem die Mikronährstoffe, die die gesundheitliche Wirkung von Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten ausmachen“, erklärt Prof. Dr. med. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke.

Zucker und gesättigte Fette in Maßen
Lebensmittel und Speisen, die viel Haushaltszucker (Saccharose) enthalten, sollte man nur in Maßen genießen. „Der Haushaltszucker, von dem jeder Deutsche rund 30 Kilogramm im Jahr isst, erhöht in großen Mengen die Harnsäurewerte, und fördert das Risiko auf Fettleber und Diabetes“, mahnt der Ernährungsexperte und Diabetologe. Auch bei leicht verdaulichen Kohlenhydraten, deren Energie schnell in den Blutkreislauf gelangt und verbraucht ist, sollten Genießer vorsichtig sein. Zu diesen gehören beispielsweise Weißbrot oder Nudeln. Auch diese enthalten vor allem kurzkettige Kohlenhydrate und treiben den Blutzuckerspiegel in die Höhe.

Ungesättigte Fettsäuren bevorzugen
Egal ob Kuchen, Pommes oder Schweinebraten – Fett ist der Geschmacksträger schlechthin und sorgt für ein hohes Genusserlebnis. Doch Lebensmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsuren wie Butter, Sahne oder Fleisch sollten den Speiseplan nicht dominieren. „Vorzuziehen sind ungesättigte Fettsäuren aus nicht-tropischen, pflanzlichen Ölen. Sie schützen eindeutig vor Arterienverkalkung und Diabetes“, sagt Professor Pfeiffer. Dazu gehören zum Beispiel Oliven-, Lein- oder Rapsöl.

Proteine sind wichtig für die Muskeln
Wie viel Proteine gesund sind, scheint eine Frage des Alters zu sein. Während eine eiweißreiche Ernährung das Krebsrisiko bei jungen Erwachsenen erhöhen soll, schützt sie Menschen über 60 Jahre nicht nur vor Krebs, sondern auch vor Muskelabbau und Knochenbrüchen. „In unseren Studien bewirkte eiweißreiche Nahrung aus tierischen oder pflanzlichen Quellen zudem eine erhebliche Stoffwechselverbesserung bei älteren Diabetespatienten mit weniger Leberfett, weniger Entzündungen und eine starke Verbesserung des Fettprofils im Blut“, erklärt Prof. Pfeiffer.

Daneben gibt es jedoch Personengruppen, die aufgrund besonderer Umstände besonders viele Proteine benötigen: Zur Unterstützung des Wachstums sollten Kinder auf eine eiweißreiche Ernährung achten, ebenso Schwangere und Stillende. Auch Sportler benötigen für den Muskelaufbau ausreichend Proteine. Patienten mit Nierenschäden hingegen sollten von einer proteinreichen Kost absehen.

Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie, Deutsches Institut für Ernährungsforschung

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Ernährung beeinflusst Stoffwechsel

Lungenfunktion von Stadtkindern

Kinder, die in der Nähe einer großen Straße leben, haben eine schlechtere Lungenfunktion als ihre Altersgenossen, die im Grünen leben. Ziehen sie in saubere Gebiete um, bessern sich die Lungenwerte. Dies legt eine aktuelle Studie nahe.

US-amerikanische Experten der Harvard Medical School untersuchten, ob Luftverschmutzung negative Folgen für die Lungenfunktion von Kindern hat. Dazu analysierten die Wissenschaftler medizinische Daten von 614 Kindern. Die Autoren berechneten die Entfernung von der Wohnung des Kindes zur nächsten großen Autobahn und sie schätzten die Feinstaub- und Rußpartikelbelastung des Kindes in seinem ersten Lebensjahr, insgesamt und für das Vorjahr mithilfe von Satellitenmessungen und Überwachungsstationen. Im Alter von acht Jahren unterzogen sich die Kinder einer Lungenfunktionsprüfung.

Entfernung zur Straße entscheidend
Das Ergebnis: Im Alter von acht Jahren war die Lungenfunktion von Kindern, die in 100 Metern Entfernung von einer großen Straße lebten, im Durchschnitt um 6 Prozent geringer als bei Kindern, deren Zuhause 400 Meter oder mehr von einer großen Straße entfernt war.

Bessere Lungenwerte nach Umzug
Folgende Erkenntnisse leiteten die Forscher aus den Studienergebnissen ab:

  • Der Entfernungsaspekt: Kinder, die in der Nähe von Autobahnen oder einer großen, stark befahrenen Straße leben, weisen die größten Verluste bei ihrer Lungenfunktion auf.
  • Der Zeitaspekt: Die Lungenfunktion ist bei den Kindern besonders stark beeinträchtigt, die vor kurzem starker Luftverschmutzung ausgesetzt waren.
  • Der Verlaufsaspekt: Kinder, deren Luftqualität sich nach dem ersten Lebensjahr verbessert hat, haben bessere Lungenwerte im Vergleich zu denen, deren Luftqualität in ihrer Heimat keine große Verbesserung zeigt. Ursächlich für eine Verbesserung der Luftqualität im Umfeld des Kindes kann etwa ein Umzug sein oder Änderungen in der lokalen Verschmutzung rund um ihr Zuhause.

 Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)

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Lungenfunktion von Stadtkindern

Bewegungsverhalten von Kindern

In einer aktuellen Studie untersuchten britische Forscher der Universitäten von Strathclyde und Newcastle das Bewegungsverhalten von 500 Kindern im Alter von neun Jahren. Drei Jahre später nahmen über 400 derselben Kinder erneut an der Untersuchung teil. Die Kinder trugen eine Woche einen Aktivitätstracker und notierten in einem Tagebuch weitere Details.

Das Ergebnis: Alle Jugendlichen im Alter von 12 Jahren verbrachten ihre Zeit mehr sitzend oder liegend als in Bewegung. Bei den Mädchen war diese Entwicklung noch ausgeprägter als bei den Jungen. Auch Unterbrechungen der unaktiven Phasen wurden seltener. Kinder, die in Sportvereinen tätig waren, verbrachten etwas weniger Zeit mit bewegungsarmen Aktivitäten.

Sport macht auch im Winter Spaß!
Besonders im Winter bewegten sich die Jugendlichen kaum. „Während einige der Faktoren, wie Jahreszeit und Geschlecht nicht verändert werden können, sind Interventionen möglich, um den Trend zum bewegungsarmen Lebensstil aufzuhalten“, erklärt Dr. Xanne Janssen, Dozent der Strathclyde School of Psychological Sciences & Health. „Dazu könnte es zum Beispiel gehören, Kindern mehr Möglichkeiten zur Teilnahme an Sportvereinen – vor allem im Winter – anzubieten, oder Heranwachsende zu motivieren, sich im Alltag mehr zu bewegen, wie mehr Strecken zu Fuß zurückzulegen“, empfiehlt der Studienleiter.

Tipps für Kinder und Jugendliche für mehr Bewegung im Alltag

  •  Den Schulweg können Schüler zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Bei längeren Strecken bietet es sich an, ein oder zwei Haltestellen eher aus dem Bus oder der Bahn auszusteigen und den restlichen Weg zu laufen.
  • Auch Sportmuffel begeistern sich in der Regel für wenigstens eine Sportart. Das Training wie zum Schwimmen, Hand-, Basket- oder Fußball in Sportvereinen muss nicht leistungsorientiert betrieben werden – auf den Spaß und die regelmäßige Bewegung kommt es an.
  • Oft finden Jugendliche die von ihren Freunden ausgeübte Sportart ebenfalls interessant. Eine Schnupperstunde macht möglicherweise Lust auf eine regelmäßige Teilnahme und wird so ein gemeinsames Hobby.
  • Gerade jetzt im Frühling oder auch im Sommer bieten sich Rad- oder Wandertouren mit der ganzen Famillie am Wochenende an und sorgen gleichzeitig für eine gemeinsame Erlebnisse – trotz des verplanten Alltags.

 

Quelle: ScienceDaily

 

 

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Bewegungsverhalten von Kindern

UV-Schutz im Frühling

Sonnenmilch und Siesta im Frühling? Aber sicher doch! Jetzt nimmt die Ozonschicht ab und die UV-Belastung steigt. Welcher UV-Schutz jeweils der richtige ist, verrät der UV-Index.

Warum UV-Schutz?
Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs haben eine gemeinsame Ursache: Ultraviolette Strahlen. Diese Strahlen machen den kurzwelligen Bereich des Sonnenlichts aus und sind weder fühl- noch sichtbar. „Ihre schädliche Wirkung merken wir erst dann, wenn die Hautzellen bereits geschädigt sind und der Körper darauf reagiert“, erklärt Professor Dr. Eckhard, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP). „Das erzeugt dann ein unangenehmes Gefühl bis hin zu brennenden Schmerzen“, berichtet der Dermatologe.

Was macht den Frühling so gefährlich?
„Unterschätzen Sie nicht die Intensität der Frühlingssonne“, warnt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Dass die Sonnenstrahlen im Frühling so gefährlich sind, liegt an einer besonderen meteorologischen Konstellation. Normalerweise schützt die Ozonschicht vor den UV-Strahlen. Jetzt im Frühling fließt ozonarme Luft von den Polkappen und den Subtropen zu uns. Die Ozonschicht wird dünn und löchrig. Dadurch trifft mehr UV-Strahlung auf die Erdoberfläche. Das verlangt nach einem angemessenen UV-Schutz.

UV-Index informiert über Schutzmaßnahmen
Ob Sie einen Regenschirm benötigen, verrät der Wetterbericht. Über den nötigen UV-Schutz informiert der UV-Index (UVI). Der UVI sagt voraus, welche Tageshöchstwerte an sonnenbrandwirksamen UV-Strahlen zu erwarten sind. Er umfasst eine Skala von 1 bis 11+. Jedem Skalenabschnitt sind bestimmte Vorkehrungsmaßnahmen zugeordnet. Beispielsweise erfordern UVI-Werte von 1–2 keinen UV-Schutz. Ab einem UVI-Wert von 3 werden T-Shirt, Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckung erforderlich. Bei UVI-Werten über 8 ist es besser, mittags nicht nach draußen zu gehen.

Was tun gegen UV-Belastung?
Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht alle drei Tage auf seiner Webseite UVI-Werte für zehn Vorhersagegebiete in Deutschland. Im Frühling sind UVI-Werte zwischen 4 und 6 zu erwarten. Gut vorbereitet ist, wer sich langsam an die Frühlingssonne gewöhnt. Beispielsweise, indem er mittags einen sonnengeschützten Ort aufsucht.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

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Richtig Inhalieren bei Asthma

Viele Medikamente gegen Asthma werden inhaliert. Das Anwenden der Geräte ist jedoch kompliziert und die Gefahr groß, dass sich Fehler beim Bedienen einschleichen. Worauf Anwender achten sollten.

„Besonders langjährige Patienten sind davon überzeugt, dass sie ihre Medikamente richtig anwenden“, meint Gabriele Overwiening, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Bundesapothekerkammer. „Aber viele Inhalationssysteme sind kompliziert. Die Folge: Sprays oder Pulverinhalatoren werden nicht immer korrekt bedient.“ Zusätzlich führen Rabattverträge dazu, dass Patienten bisweilen andere Präparate erhalten. Werden diese anders bedient, sollten Menschen mit Asthma auch deren Handhabung beherrschen. Apotheker demonstrieren gerne die Bedienung von Inhalationsgeräten.

Zum Inhalieren gibt es zwei Inhalationstypen
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von inhalationsgeräten für Asthma-Medikamente: Dosieraerosole und Pulverinhalatoren. Treibgasbetriebene Dosieraerosole funktionieren wie kleine Spraydosen. Das Aerosol, ein Gemisch aus flüssigen und festen Wirkstoffteilchen und einem Gas, wird vor dem Inhalieren kräftig geschüttelt. Das Mundstück zeigt bei der Inhalation nach unten und wird von den Lippen gut umschlossen. Nach dem Auslösen des Sprühstoßes verteilt sich das Medikament in der Luft und wird anschließend eingeatmet. Anwender sollten das Mundstück regelmäßig reinigen, damit das Ventil nicht verklebt.

Atemtechnik unterscheidet sich je nach Inhalationsgerätetyp
Medikamente, die mithilfe eines Dosieraerosols eingenommen werden, wirken am besten, wenn Patienten langsam tief einatmen. So nehmen sie eine größere Menge des freigesetzten Wirkstoffs auf. Bei Pulverinhalatoren hingegen atmen Personen mit Asthma möglichst tief und schnell ein. Durch den Atemzug zerstreut sich das Pulver auf eine lungengängige Größe und gelangt in die Atemwege. Atmen Betroffene hingegen zu langsam und oberflächlich ein, lagern sich Pulverteilchen im Mund und Rachen ab, was die Wirkung des Medikaments abschwächt. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Heiserkeit oder Pilzerkrankungen in der Mundhöhle entwickeln. Die richtige Anwendung des Pulverinhalators ist vom Gerätetyp abhängig. Ihr Apotheker zeigt Ihnen gerne die richtige Handhabung.

Lange Atempause verbessert Wirkung
Bei Dosieraerosolen und Pulverinhalatoren ist es wichtig, nach dem Inhalieren die Luft für fünf bis zehn Sekunden anzuhalten. Je länger die Atempause dauert, desto besser setzen sich die Teilchen in den Atemwegen ab. Patienten mit Pulverinhalatoren atmen am besten durch die Nase aus. So gelangt keine feuchte Atemluft in das Gerät und verklumpt die dort verbliebenen Pulverreste. Apotheker empfehlen, das Anwenden der unterschiedlichen Geräte regelmäßig beim Arzt oder Apotheker überprüfen zu lassen, um die Wirkung der Asthma-Medikamente zu gewährleisten.

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Reiseapotheke für chronisch Kranke

Ob Blutdrucktabletten, Insulinspritze oder Schmerzpflaster – chronisch Kranke benötigen regelmäßig Arzneimittel – auch im Urlaub. Mit den richtigen Tipps ist die Reiseapotheke komplett und nimmt unterwegs keinen Schaden.

Arzneimittel auf Vorrat besorgen
Ich packe meinen Koffer und nehme mit … wenn chronisch Kranke ihre Reiseapotheke zusammenstellen haben sie so manches zu beachten. Kaum auszudenken, was geschähe, wenn im Ferienort plötzlich die Medikamente ausgingen. „Besorgen Sie sich rechtzeitig ausreichende Vorräte“, empfiehlt Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern. Vom Medikamentenkauf im Urlaubsland rät er ab. „Denn Arzneimittelfälschungen sind weltweit ein wachsendes Problem“, erklärt der Apotheker. Wer rezeptpflichtige Arzneimittel benötigt, plant vor dem Urlaub einen Arzttermin ein, um sich die Medikamente auf Vorrat verschreiben zu lassen.

Reiseapotheke gehört ins Handgepäck
Der richtige Ort für die Reiseapotheke ist das Handgepäck. So bleiben die Medikamente stets griffbereit – auch dann, wenn die aufgegebenen Koffer verloren gehen. Besonders wichtig ist diese Vorkehrungsmaßnahme bei Flugreisen, denn im eisigen Laderaum des Fliegers gefrieren Insuline, Augentropfen und Arzneisäfte und verlieren ihre Wirkung. Mit einer speziellen Genehmigung umgehen Sie die 100-ml-Regelung für Flüssigkeiten. „Damit Sie Ihre Medikamente auch mitführen dürfen, kann Ihnen die Apotheke eine in englischer Sprache ausgestellte Bescheinigung ausstellen, die Sie am Flughafen vorlegen können“, erklärt Dr. Schmitt.

Die wohltemperierte Reiseapotheke
Wichtig ist, dass alle Medikamente vor Sonnenbestrahlung geschützt und wasserfest verpacket werden“, empfiehlt Dr. Schmitt. In diesem Zusammenhang hat es sich bewährt, die Arzneimittel in der Originalverpackung zu belassen. Generell sind Tabletten hitzeresistenter als Zäpfchen und Säfte. Bei Autofahrten legen Sie die Reiseapotheke auf den kühlen Boden und nehmen sie mit nach draußen, wenn Sie das Fahrzeug verlassen. Kühlpflichtige Arzneimittel wie Insuline transportieren Sie in einer Kühltasche und legen Sie am Urlaubsort in die Minibar. Während der Flugreise verwahrt das Bordpersonal das Insulin im Kühlschrank.

Was gehört in die Reiseapotheke?
Wenn chronisch Kranke ihre Reiseapotheke packen, nehmen sie am besten ihren Einnahmeplan zur Hand und haken gewissenhaft alles ab. So bleibt nichts vergessen. Weiterhin gehören in jede Reiseapotheke: fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel, Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen, Desinfektionsmittel, wasserfeste Pflaster, sterile Mullbinden und Wundkompressen sowie Pinzette, Schere und ein bruchsicheres Fieberthermometer. Zu allen weiterführenden Fragen – auch zu Impfungen und Malariaprophylaxe – berät Sie Ihr Apotheker individuell und ausführlich.

Quelle: Landesapothekerkammer Bayern

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Multiple Sklerose früh erkennen

Kribbelnde Beine, Sehstörungen oder Übelkeit – eine beginnende Multiple Sklerose äußert sich auf ganz unterschiedliche Weise. Wer die Symptome früh abklärt, hat gute Aussichten, den Krankheitsverlauf hinauszuzögern.

Was geschieht, wenn das Immunsystem die eigenen Nervenzellen angreift? Es kommt zur Multiplen Sklerose. Immunzellen attackieren die Isolierschicht der Nervenzellfortsätze. Das verlangsamt zunehmend den Informationsfluss innerhalb des Nervensystems. Bei 80 Prozent der Betroffenen führt dies zu Lähmungserscheinungen. Hinzu kommen Sprech-, Seh- oder Blasenentleerungsstörungen. Die Erkrankung verläuft zumeist in Schüben.

Missempfindungen als typisches Warnsignal
Die meisten Patienten erkranken im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Welche Krankheitszeichen sie als erstes entwickeln, hängt von der betroffenen Gehirnregion ab. Typische Frühsymptome sind Missempfindungen in Beinen oder Armen wie Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) erklärt. Sie äußern sich als „Kribbeln, Prickeln, Ameisenlaufen oder auch Kälte- und Wärmegefühlen sowie Taubheit oder Schwächegefühl“, beschreibt der niedergelassene Nervenarzt.

Sehstörungen und weitere Frühsymptome
Ist der Sehnerv betroffen kommt es zu Sehstörungen. „Die Umwelt erscheint dann wie durch einen dichten Nebel, ganz unscharf und manchmal auch in Doppelbildern. Ebenso ist ein Sehausfall im Zentrum des Blickfeldes eines Auges möglich“, weiß Dr. Bergmann. Einige Patienten ermüden schneller und haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Andere leiden unter Blasen- und Darmentleerungsstörungen oder Schwindel mit Übelkeit und Brechreiz.

Frühe Diagnose verlangsamt Krankheitsverlauf
Sobald mindestens eines der genannten Symptome wiederholt auftritt, wird ein Besuch beim Neurologen erforderlich. Dr. Bergmann ermutigt zu diesem wichtigen Schritt: „Zum einen können die Symptome auch andere Ursachen haben, die ebenfalls abgeklärt werden müssen. Zum anderen kann eine frühe Therapie den Erkrankungsverlauf verlangsamen und die Beschwerden abmildern“, argumentiert der Experte. Eine Diagnose ist inzwischen schon beim ersten Krankheitsschub möglich. Im Falle eines positiven Ergebnisses stehen den Betroffenen neue, innovative Medikamente zur Verfügung. Zwei Drittel der Multiple-Sklerose-Patienten bleiben trotz Erkrankung selbstständig.

Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

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24.05.2016
Akupunktur Schmerzstillende Stiche
Hoffnung für Fibromyalgie-Patienten: Die fernöstliche Heilmethode linderte in einer kleinen Studie Schmerzen
Thinkstock/istock
Akupunktur kann die Beschwerden von Fibromyalgie-Patienten lindern. Das legt eine kleine Studie der Universität von Sevilla (Spanien) mit 164 Teilnehmern nahe. Die Probanden, die einmal pro Woche neben ihren Medikamenten 20 Minuten lang mit Nadeln behandelt wurden, berichteten nach zehn Wochen über deutlich weniger Schmerzen als die Teilnehmer aus der Kontrollgruppe, die eine Schein-Akupunktur erhielten.

23.05.2016
Lebensmittel Ist Bio doch gesünder?
Mal heißt es, Bio enthalte mehr gesunde Inhaltsstoffe als herkömmliche Kost. Dann wieder, es gebe keinen Unterschied. Neue Erkenntnisse einer britischen Studie
W&B/Judith Häusler
Milch und Fleisch von Tieren aus Bio­betrieben haben offenbar doch mehr gesunde Inhaltsstoffe als herkömmliche Erzeugnisse. Das zeigen zwei Übersichtsarbeiten eines Teams um Carlo Leifert von der Newcastle-Universität (Großbritannien). Sie belegen, dass Produkte aus Öko-Tierhaltung mehr gesunde Fette liefern – allein der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren sei jeweils um fast 50 Prozent höher. Ein halber Liter Bio-Milch enthält 39 Milligramm ungesättigte Fettsäuren, die gleiche Menge konventionelle Milch nur 25 Milligramm.

22.05.2016
Atemwege Mehr Luft durch Bewegung
Wer an einer COPD leidet, kann den Krankheitsverlauf durch körperliche Aktivität positiv beeinflussen
Thinkstock/Ingram Publishing
Menschen mit chronisch-obstruktiver Lungen­erkrankung (COPD) können den Krankheits­verlauf durch regelmäßige Bewegung günstig beeinflussen. Dies bestätigt eine Langzeitstudie mit 200 COPD-Patienten, die im Fachmagazin American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht wurde. Lungenexperten raten, bereits im Frühstadium regelmäßig aktiv zu sein.

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