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Blähungen bei Reizdarm

Ein goldgelbes Weizenbrötchen mit Butter und Marmelade zum Frühstück? Bei Patienten mit Reizdarm hält die Freude nach dem Verzehr nicht lange an. Viele von ihnen leiden danach an starken Blähungen. Doch die traditionelle Brotbackart verspricht beschwerdeärmeren Frühstücksgenuss.

An Reizdarm leiden 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Die Ursachen sind bisher noch nicht gänzlich geklärt, es gibt jedoch viele Theorien. Verzehren Patienten Weizenprodukte aus herkömmlichen Brotarten und leiden anschließend an starken Blähungen, könnten hierfür spezielle Zucker verantwortlich sein, sogenannte FODMAPs (fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole). Diese im Weizennkorn gespeicherten niedermolekularen Zucker bestehen aus 1–14 Zuckermolekülen, die der Dünndarm nicht ausreichend abbauen kann. Folglich gelangen sie unverdaut in den Dickdarm, wo sie Verdauungsschwierigkeiten verursachen können. Vor allem die im Mehl enthaltenen Fructane sorgen dafür, dass sich große Mengen Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan bilden. Die Gase blähen den Darm auf und führen bei Betroffenen teils zu großen Schmerzen.

Beschwerden verringern sich mit fortschreitender Teig-Gehzeit

Daraufhin nahmen die Wissenschaftler die Teigbereitung ins Visier: Sie analysierten die aus den Getreidemehlen bereiteten Teige nach einer, zwei, vier und viereinhalb Stunden Gehzeit. Das Ergebnis: Nach einer Stunde wiesen die Teige aller Getreidesorten die höchste Menge an FODMAPs auf. Nach viereinhalb Stunden waren selbst im Teig aus Brotweizen nur noch 10 Prozent der niedermolekularen Zucker enthalten. „Die in der Regel langsamere Brotbereitung im traditionellen Bäckerhandwerk sorgt dafür, dass die Beschwerden verursachenden Bestandteile im Brot bis zum Backen bereits abgebaut sind“, erklärt Prof. Carle vom Hohenheimer Lehrstuhl Technologie und Analytik pflanzlicher Lebensmittel. „Großbäckereien dagegen backen ihre Teiglinge meistens bereits nach einer Stunde Gehzeit. Das ist der Zeitpunkt, an dem nach unserer Analyse die meisten FODMAPs im Teig enthalten sind.“

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Ausdauersport oder Krafttraining

Das Alter ist der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bewegung beugt diesen vor. Doch was eignet sich besser: Ausdauer- oder Krafttraining? Eine Studie vom Universitätsklinikum des Saarlandes Homburg/Saar gibt Antwort.

„Moderate und regelmäßige Ausdauerbewegung bremst den Alterungsprozess der Zellen im Gefäßsystem und erhöht so den Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, erläutert Studienleiter Dr. Christian Werner. „Joggen und Intervalltraining sind dabei dem Krafttraining anscheinend deutlich überlegen. Allerdings verbessern alle Trainingsformen die körperliche Fitness.“

Zellalterung im Gefäßsystem gebremst
Wie ist dieser jungerhaltende Effekt des Trainings zu erklären? Der Alterungsprozess ist durch eine fortschreitende Zellteilung gekennzeichnet. Bei der Zellteilung verkürzen sich die Telomere – die schützenden Enden der Erbgutträger (Chromosomen) in den Zellen. Dieser Telomerverkürzung wirkt das Ausdauertraining entgegen, indem es bestimmte Enzyme (Telomerasen) aktiviert, die ein Wachstum und Erhalten der Telomere fördert. Die Erbgutträger bleiben dadurch besser geschützt.

Krafttraining nur als Ergänzung
Die Forscher teilten die Studienteilnehmer in drei Trainingsgruppen ein und erhoben deren Telomeraseaktivität. Das Ergebnis: Die höchste Telomeraseaktivität zeigte sich bei moderatem Ausdauertraining und intensivem Intervalltraining, nicht aber bei intensivem Krafttraining. „Gesunde Menschen können sich durch regelmäßige Ausdauerbewegung vor Herzkrankheiten schützen“, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung. „Dabei sollte Krafttraining ergänzend zu Ausdauertraining durchgeführt werden, nicht aber als Ersatz dafür.“

Tipps zur Ausdauerbewegung finden Interssierte im kostenlosen Ratgeber "Jeder Schritt zählt!" der Deutschen Herzstiftung.

Quelle: Deutsche Herzstiftung

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Ausdauersport oder Krafttraining

Überhitzung bei Babys & Kindern

Säuglinge und Kinder erhitzen sich bis zu fünf Mal schneller als Erwachsene. Wie Eltern ihre Zöglinge vor den gesundheitlichen Folgen einer Überhitzung bewahren.

Reizbarkeit, heiße Haut, Hautausschlag oder Schwitzen sind Anzeichen einer Überhitzung. Bei einer Körpertemperatur von 38,8 Grad Celsius, Übelkeit und/oder Erbrechen sollten die Eltern mit ihrem Kind sofort einen Arzt aufsuchen. Damit es erst gar nicht soweit kommt, gibt Dr. Woo, Kinderarzt am UCLA Medical Center in Santa Monica, Eltern Tipps, wie sie Säuglinge und Kinder vor Hitze schützen.

Tipps gegen Überhitzung

  • Während der heißesten Tageszeit sollten Kinder möglichst im Haus bleiben, also zwischen 10.00 und 16.00 Uhr.
  • Gerade bei hohen Temperaturen ist es für Kinder wichtig, ausreichend zu trinken. Eltern bieten ihren Kindern am besten öfters Getränke an, für Kinder ab einem halben Jahr ist Wasser ideal. Mütter mit Babys unter sechs Monaten stillen oder füttern diese am besten häufiger. Auch stillende Frauen sollten ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Locker sitzende, helle Kleidung, beispielsweise aus atmungsaktiven Stoffen wie Baumwolle, schützt vor einer Überhitzung.
  • In Häusern oder Räumen ohne Klimaanlage sorgen Raumventilatoren für eine erhöhte Luftzirkulation.
  • Lauwarme Bäder zweimal täglich sorgen ebenfalls für Kühlung.
  • Bei hohen Temperaturn verspüren die meisten Kinder wenig Appetit. Dies ist kein Anlass zur Sorge, solange sie genug trinken.
  • Ihre körperliche Aktivität verlegen Kinder am besten auf kühlere Vormittag- oder Abendstunden.
  • Eltern dürfen ihre Kinder niemals alleine im Auto lassen.
  • Ein breitkrempiger Hut schützt Kinder im Freien vor Sonneneinstrahlung und mehrmaliges Eincremen mit Sonnencreme (mindestens Lichtschutzfaktor 20–30) vor Sonnenbrand.

 

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.

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Alkoholfreies Bier als Alternative

Viele Menschen gönnen sich gerade im Sommer ein frisches Bier. Doch wie alle alkoholischen Getränke sollte es ein Genussmittel bleiben. Wer auf den herben Geschmack nicht verzichten will, für den gibt es eine Alternative.

Liebhaber verweisen auf die gesundheitsfördernde Wirkung, die dem Bier zugeschrieben wird: So soll Hopfen beispielsweise bei Appetitlosigkeit, Magenschwäche und Unruhe helfen. Darüber hinaus enthält beliebte Getränk Vitamine wie B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Panthenolsäure) und B6 (Pyridoxin). Doch die gesunden Inhaltsstoffe des Hopfens gehen während des Brauprozesses größtenteils verloren.

Alkoholfreies Bier als gesunde Alternative
Ganz anders beim alkoholfreien Bier: Nach dem Kochen wird diesem zusätzlich Hopfenextrakt zugeführt. Auf diese Weise behalten temperaturempfindliche und gesundheitsfördernde Stoffe ihre Wirkung. Im Vergleich zum alkoholhaltigen Bier weist das neue Lifestyle-Getränk nur die Hälfte an Kalorien auf. Zusätzlich punktet es mit seiner isotonischen Wirkung, die es zu einem idealen Durstlöscher für den Sommer macht!

Alkohol für Kinder und Jugendliche tabu
Wer ab und zu dennoch nicht auf ein alkoholhaltiges Bier verzichten will, sollte auf eine moderate Menge achten. Für erwachsene Frauen und Männer ab 21 Jahren gelten bestimmte Trinkmengen und -häufigkeiten als risikoarmer Genuss: Grundsätzlich sollten Frauen die Menge reinen Alkohols von 12 g täglich nicht überschreiten – dies entspricht einem 0,3 l Glas Bier. Männer dürfen sich ein zweites Glas gönnen. An mindestens zwei Tagen pro Woche sollte man ganz auf Alkohol verzichten, damit sich der Körper regenerieren kann. Wer dieses Höchstmaß regelmäßig überstrapaziert, gefährdet seine Gesundheit und risikiert schlimmstenfalls eine Alkoholabhängigkeit. „Und ganz klar ist: Für Schwangere und Jugendliche ist Alkohol absolut tabu“, betont Thomas Hilmer vom Serviceteam der Kaufmännische Krankenkasse in Schwäbisch Hall.

Weitere Informationen zu Alkohol finden Sie auf der BZgA-Internetseite "Kenn-dein-Limit", beispielsweise

Wissenswertes zu Alkohol

Alkohol-Selbsttest

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Starke Schwindelattacken

Starke Drehschwindel-Attacken ohne erklärliche Ursache können auf eine Migräne hinweisen. Mediziner sprechen dann von einer vestibulären Migräne. Wie Schwindelmigräne ausgelöst und behandelt wird.

Die vestibuläre Migräne, auch Schwindelmigräne genannt, ist eine Sonderform der Migräne. „Im Rahmen der vestibulären Migräne kommt es zu spontanem Schwank- oder Drehschwindel der auch lageabhängig auftreten kann. Der Schwindel kann ohne ersichtlichen Anlass plötzlich auftreten und in bestimmten Abständen immer wiederkehren“, berichtet Dr. Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) mit Sitz in Krefeld. „Die Dauer der Schwindelattacken ist sehr variabel und beträgt in typischen Fällen Minuten bis Stunden.“ Der Schwindel kann im Vorfeld des Kopfschmerzes bei Migräne auftreten, parallel zum Schmerz oder danach. Bei einigen Betroffenen kommen Schwindel und Kopfschmerzen nie zusammen vor. Es ist in jedem Fall wichtig, wiederkehrenden Schwindel oder Kopfschmerzen von einem Neurologen abklären zu lassen, damit durch eine korrekte Diagnose eine angemessene Therapie eingeleitet werden kann.

Auslöser der Schwindel-Migräne
Die vestibuläre Migräne hat die gleichen Auslöser wie die klassische Migräne, zum Beispiel Schlafmangel, Stress, Ernährung, Hormonschwankungen oder ein Wetterumschwung. „Man geht heute davon aus, dass eine Migräneattacke mit einer Überaktivität von Nervenzellen im Hirnstamm beginnt und es zu einer vorrübergehenden Fehlfunktion schmerzregulierender Systeme kommt.

Betroffene reagieren dadurch überempfindlicher gegenüber Reizen“, ergänzt der niedergelassene Neurologe. Viele Betroffene haben vor Auftreten der Schwindelbeschwerden schon einmal unter Migräne gelitten. Diese zeigt sich dann, oft nach einer beschwerdefreien Zeit, mit Schwindelattacken in veränderter Form wieder. Häufig gibt es auch eine positive Familienanamnese, d.h. dass auch andere enge Verwandte an Migräne leiden.

Akute Behandlung und Vorbeugung möglich
Die vestibuläre Migräne wird genau wie jede andere Migräne behandelt. Gegen den Schwindel selber gibt es bisher kein spezifisches Medikament. Falls mehr als drei Attacken im Monat auftreten oder die Attacken jeweils sehr lange dauern, sollte rechtzeitig eine medikamentöse Prophylaxe mit dem behandelnden Neurologen besprochen werden. Auch regelmäßige körperliche Betätigung und Stressabbau können eine Migräne lindern.

Quelle: www.neuologen-im-netz.org

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Wechseljahre des Mannes

Kommen Männer in die Wechseljahre? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. Was es mit den Wechseljahren des Mannes auf sich hat und für wen sich eine Hormontherapie eignet. 

Bei dem Beschwerdebild, das fälschlicherweise oft als „Wechseljahre des Mannes“ bezeichnet wird, handelt es sich um einen Hormonmangel, auch Hypogonadismus genannt. „Meist ist bereits ab dem 45. Lebensjahr eine stetige Abnahme des wichtigsten Sexualhormons Testosteron von etwa einem Prozent im Jahr zu beobachten“, berichtet Prof. Dr. Sabine Kliesch, Vorsitzende der PatientenAkademie der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU). „Bei einem hohen Ausgangswert bereitet das keine Probleme. Doch es gibt Männer, die mit erheblichen Beschwerden zu kämpfen haben.“

Testosteronmangel als Risikofaktor
Zu den Leitbeschwerden zählen Erektionsstörungen, Libidoverlust und Schlafstörungen. „Die betroffenen Männer fühlen sich nicht mehr leistungsfähig. Sogar Depressionen können einen Hypogonadismus begleiten“, weiß Prof. Kliesch. Häufig zeigt sich zudem eine Abnahme der Muskelmasse bei gleichzeitiger Zunahme des Bauchfetts. Langfristig leidet das Blutbild und der Knochenstoffwechsel, Übergewicht sowie eine Störung des Zuckerhaushalts werden begünstigt. „Hypogonadismus stellt für die Gesundheit des Mannes daher ein gewisses Risiko dar“, erklärt Prof. Kliesch. Die Urologin und renommierte Andrologin empfiehlt, bei entsprechenden Beschwerden die Testosteronwerte zu untersuchen. „Testosteronwerte zwischen 8 und 12 nmol/l sollten genauer kontrolliert werden“, rät Prof. Kliesch. Dies geschieht durch Folgeuntersuchungen wie eine Bestimmung des Blutbildes, der Blutfette oder eine Knochendichtemessung.

Hormontherapie kann Stoffwechsel verbessern
Wichtig sei es, Begleiterkrankungen zu behandeln sowie gesundheitliche Risiken zu reduzieren, etwa durch eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung. Bei auffälligen Testosteronwerten und einem hohen Leidensdruck könne zudem eine Hormontherapie erwogen werden, erläutert die Expertin. „Die Hormontherapie ist kein Allheilmittel. Allerdings kann die Gabe von Testosterongelen oder Depotspritzen die Gesundheit und das Wohlbefinden des Patienten deutlich unterstützen“, erklärt Prof. Kliesch. „In dem Moment, in dem ich den Stoffwechselhaushalt auf hormoneller Seite wieder in Ordnung bringe, lassen sich auch andere gesundheitskritische Werte wie ein zu hoher Blutzucker besser behandeln“, betont die Urologin.

Quelle: DGU

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Frisch aus dem Urlaub

Viele Arbeitnehmer kennen das: Gerade erst aus dem Urlaub gekommen und schon wieder urlaubsreif. Tipps für einen sanften Übergang vom Strand an den Schreibtisch.

Egal wie schön und vor allem wie erholsam der Urlaub war, die ersten Tage danach entpuppen sich für viele Arbeitnehmer als Stresstest. Ein überquellendes E-Mail-Postfach, ein Stapel neuer Projekte und dringende Termine lassen die Erholung in Null-Komma-Nichts wieder verpuffen. Doch der  Wiedereinstieg lässt sich mit einer guten "Selbst-Organisation" erleichtern.

Besonders bewährt hat sich eine Prioritätenliste:

  • A-Aufgaben: direkt am ersten Tag erledigen
  • B-Aufgaben: einen  festen Termin zum Erledigen vereinbaren
  • C-Aufgaben: delegieren
  • D-Aufgaben: zurückstellen

 

Pausen sind wichtig
Gerade weil der Stapel nach dem Urlaub besonders hoch ist, sind Pausen extrem wichtig. Wer merkt, dass die Konzentration nachlässt, sollte sich bewusst für einen Moment ausklinken. Ein kurzer Blick auf ein Urlaubsfoto, ein kleiner Plausch mit Kollegen, eine Tasse Kaffee und in der Mittagspause vielleicht einen kleinen Spaziergang machen – diese Dinge helfen, um anschließend wieder konzentriert weiterarbeiten und Aufgaben erledigen zu können.

Kurze Arbeitswoche zum Start
Ebenso wichtig wie eine gute Organisation nach der Rückkehr ist eine Vorausplanung. So haben beispielsweise Untersuchungen gezeigt, dass es besser ist, nicht an einem Montag aus dem Urlaub zurückzukehren, sondern an einem Mittwoch oder Donnerstag. „Durch eine kurze Arbeitswoche kann man sich langsam wieder an den täglichen Rhythmus gewöhnen und überfordert sich nicht sofort“, erklärt die Apothekerin Heidi Günther.

Voraus planen
Zusätzlich empfiehlt die Apothekerin für die nächste Urlaubsplanung:  „Zwischen der Rückreise aus dem Urlaubsort und der Rückkehr ins Büro sollten mindestens zwei bis drei Tage liegen. Diese Zeit ist nötig, um wieder zu Hause anzukommen. Wäsche waschen, Einkäufe erledigen, sich wieder an den normalen Tagesrhythmus gewöhnen, aber auch Folgen eines möglichen Jetlags auskurieren, all das braucht einfach seine Zeit.“

Quelle: Barmer GEK

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Diabetes in der Schwangerschaft

Dank neuer Mutterschaftsrichtlinien werden Diabeteserkrankungen in der Schwangerschaft früher erkannt. Doch die Daten zeigen auch zwei negative Entwicklungen: steigendes Übergewicht und eine zu leichtfertige Verordnung von Insulin.

Die neuen Mutterschaftsrichtlinien schreiben zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche eine venöse Blutentnahme auf Schwangerschaftsdiabetes vor, den sogenannten Gestationsdiabetes mellitus (GDM). Schwangerschaftsdiabetes wird dadurch häufiger in einem früheren Stadium erkannt, belegt die aktuelle windiab-Studie. Von der frühen Diagnose profitieren Mutter und Kind. „Gestationsdiabetes kann zu Komplikationen in der Schwangerschaft und bei Geburt führen, steigert das Risiko für Schwangerschaftshochdruck und fördert das übermäßige Wachstum des ungeborenen Kindes“, erläutert Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Schwangerschaftsdiabetes erhöht außerdem bei Mutter wie Kind die Wahrscheinlichkeit, später dauerhaft an Diabetes zu erkranken.

Überversorgung mit Insulin
Die Studie zeigt jedoch auch, dass werdende Mütter immer häufiger übergewichtig sind und zu leichtfertig Insulin verordnet bekommen. So stieg die Quote der Schwangeren, bei denen eine Insulintherapie begonnen wurde, zwischen 2009 und 2013 von 34 auf 40 Prozent. „Eine ungewöhnlich hohe Insulinrate, die uns überrascht“, erklärt Kleinwechter, der die Screening-Leitlinie der DDG maßgeblich mit erarbeitet hat. Zum Vergleich: International benötigen zwischen 7 und 20 Prozent der Schwangeren mit GDM Insulin. Die windiab-Daten belegen für Deutschland daher eine Übertherapie. Auf die Gesundheit von Mutter und Kind wirkt sich dieser Trend ungünstig aus. So fördert zu großzügiger Insulineinsatz unnötig die Kaiserschnittrate. „Es besteht also Schulungsbedarf für die teilnehmenden Diabetologen, die Insulintherapie auf die Fälle zu beschränken, die am ehesten davon profitieren“, betont Kleinwechter.

Gewicht vor der Schwangerschaft normalisieren
Eine Adipositas vor der Schwangerschaft wiederum verdoppelt das Fehlbildungsrisiko. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Prävention von Adipositas zunehmend an Bedeutung bei der Betreuung der Schwangeren. Die DDG-Experten fordern daher: „Es ist an der Zeit, ein Präventionskonzept für junge Frauen mit Kinderwunsch zu entwickeln, das möglichst schon vor der Schwangerschaft in gynäkologischen Praxen und bei Hausärzten greift“, erläutert Gallwitz. Als zentrale Bausteine dieses Konzepts sieht die DDG eine Ernährungsumstellung, Bewegungsförderung, Normalisierung des Körpergewichts vor der Empfängnis und das Stillen.

Für Schwangere, die sich über die richtige Ernährung informieren möchten, stellt der aid-Infodienst Materialien zur Verfügung.

Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft

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Rasch handeln bei Multiple Sklerose

Wehret den Anfängen – dieses Sprichwort bewahrheitet sich auch bei der Behandlung von Multiple Sklerose. Wer bereits nach den ersten Warnsignalen mit der Therapie beginnt, hat gute Aussichten, den Krankheitsverlauf hinauszuzögern.

Taube Arme und Beine, Seh- und Gleichgewichtsstörungen sind ein ernstzunehmendes Warnsignal. Denn Anzeichen dieser Arte deuten häufig auf eine beginnende Multiple Sklerose (MS) hin. Die Symptome treten zumeist schubförmig auf und verstärken sich im Laufe der Jahrzehnte.

Erste Langzeitstudie zur frühen Multiple-Sklerose-Therapie
Wo liegt der optimale Zeitpunkt für den Therapiebeginn – beim ersten Verdacht oder nach gesicherter Diagnose? Mit dieser Frage befassten sich Wissenschaftler der Universität und des Universitätsspitals Basel (USB). Über 11 Jahre hinweg untersuchten und behandelten sie über 460 MS-Patienten. Zu Studienbeginn zeigten alle Versuchsteilnehmer erste Anzeichen einer Multiplen Sklerose und mindestens zwei asymptomatische Krankheitsherde im MRI (Kernspintomographie), hatten aber noch keine endgültige Diagnose erhalten. Nach dem Zufallsprinzip bildeten die Forscher zwei Gruppen. Das erste Team erhielt schon zwei Monate nach den ersten Symptomen das Medikament Interferon β-1b, das zweite erst nach zwei Jahren.

Frühe Behandlung erweist sich als überlegen
Studienteilnehmer, die frühzeitig mit der Therapie begonnen hatten, entwickelte mit 33 Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit eine Multiple Sklerose. Erkrankten sie dennoch, erlitten sie ihren ersten Rückfall durchschnittlich nach 1888 Tagen. Patienten aus der Placebogruppe hatten dagegen nach etwa 931 Tagen mit dem ersten Rückfall zu rechnen. Insgesamt reduzierte die frühe Behandlung die Schubhäufigkeit um 19 Prozent.

Experte rät bei Multiple Sklerose zu raschem Handeln
„Unsere Studie bestärkt uns darin, Betroffenen bereits beim ersten Auftreten von hochverdächtigen MS-Symptomen dringend eine vorbeugende Therapie zu empfehlen“, betont Studienleiter Prof. Ludwig Kappos, Chefarzt für Neurologie am USB. Die frühzeitige Therapie könne den Ausbruch verzögern oder sogar verhindern, erklärt der Experte.

Quelle: Universität Basel

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Wie Salz den Blutdruck beeinflusst

Der Umgang mit Salz erfordert Fingerspitzengefühl: Versalzene und fade Speisen schmecken schlecht. Ähnlich ist es mit der Gesundheit. Zu viel Salz treibt den Blutdruck in die Höhe, Salzmangel begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wo liegt das gesunde Maß?

Der Koch ist verliebt – heißt es, wenn das Essen versalzen ist. Doch einen Liebesdienst erweist er seinen Gästen mit der Extraportion Salz nicht. „Das im Kochsalz enthaltene Natrium bindet Wasser und erhöht damit das Blutvolumen. Der Druck in den Gefäßen wird höher und damit auch der Blutdruck“, erklärt Professor Helmut Schatz aus Bochum vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Allerdings hat Bluthochdruck viele Ursachen, wie Prof Schatz betont.

Forscher untersuchen Salzkonsum von 135.000 Menschen
Eine kanadische Studie zeigt, wie vielschichtig Natrium den Blutdruck beeinflusst. Andrew Mente von der McMaster University in Hamilton untersuchte die Daten von insgesamt 135.000 Menschen. Er erfasste alle Todesfälle, Herzinfarkte und Schlaganfälle innerhalb des Versuchszeitraumes. Den Salzkonsum der Testpersonen ermittelte er anhand ihrer Natriumausscheidung. Überraschenderweise reagierten nur die Bluthochdruck-Patienten auf einen übermäßigen Salzkonsum mit einem Blutdruckanstieg. Bei gesunden Testpersonen rächte sich der Salzexzess dagegen kaum. Bei einem Salzkonsum unter 3 g stieg sogar die Zahl der Herz-Kreislauf-Ereignisse.

Maximal 6 g Salz pro Tag
Was lehrt die Studie? Prof. Matthias Weber, von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz rät zusammenfassend: „Bluthochdruckpatient sollten nach wie vor Salz meiden oder nur sparsam verwenden. […] Menschen mit normalem Blutdruck müssen weniger auf Ihren Salzkonsum achten.“ Zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eignet sich Salz definitiv nicht. In den reichen Industrieländern konsumieren die Menschen ohnehin zu viel Salz. Männer kommen auf 10,8 g pro Tag, Frauen auf 8,4 g. Anzustreben sind tägliche Salzrationen von maximal 6 g.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften

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29.08.2016
Yoga Balsam für Leib und Seele
Yogaübungen können die Therapie bei Depression und Angsterkrankungen unterstützen, zeigt eine Studie
Stockbyte/RYF
Körperorientiertes Yoga mit Atemübungen kann Depressionen und Angststörungen deutlich lindern. Das geht aus einer Metastudie der Universität Jena hervor. Die Autoren analysierten dazu 25 wissenschaftliche Arbeiten. Yogaübungen seien ähnlich effektiv wie eine psychothera­peutische Standardbehandlung ergänzend zu einer medikamentösen Therapie.

28.08.2016
Stress Lösung suchen, besser schlafen
Arbeitsprobleme rauben den Schlaf? Dann kann es helfen, bewusst über Lösungen nachzudenken
Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY
Zeitdruck und unerledigte Aufgaben im Job lassen viele Menschen auch am Wochenende schlecht schlafen. Wer in der Freizeit die Arbeit nicht aus dem Kopf bekommt, sollte das Beste daraus machen. Forscher der Universität Trier fanden heraus: Wer versucht, Lösungen zu finden, statt sich einfach nur zu sorgen, schläft zumindest etwas besser.

27.08.2016
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